Frankfurt/Main - Nach dem prächtigem Auftakt zum Projekt EM 2009 geriet Trainer Dieter Eilts vollends ins Schwärmen. Das war ein Traumstart für uns, lobte der sonst so nüchtern bilanzierende Ex-Europameister seine neue U-20-Auswahl.
In den 90 Minuten zuvor hatte der Nachwuchs des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Celle Österreich mit 4:1 abserviert. Sie haben uns 88 von 90 Minuten beherrscht, gestand Österreichs Trainer Manfred Zsak: Es war eine Freude, ihnen beim Fußballspielen zuzusehen.
Das fanden auch die 3400 Zuschauer, die die DFB-Mannschaft im Volker-Günther-Stadion mit großem Applaus in eine möglicherweise große Zukunft verabschiedeten. Obwohl das Team in dieser Zusammensetzung noch nie zusammengespielt hatte, brillierte es phasenweise mit herrlichem Kombinationsfußball und kam durch Doppeltorschütze Askan Dejagah (Hertha BSC), den Siegener Marcel Heller (Vor zwei Jahren habe ich noch bei den A-Junioren in der Bezirksliga gespielt. Es ist ein Traum) und Sami Khedira (VfB Stuttgart) zum verdienten Sieg.
Zu bemängeln hatte Eilts so gut wie nichts an seinen Schützlingen, die im kommenden Jahr zusammen mit ihrem Coach nahtlos in die U 21 übergehen werden. Lediglich die Zielstrebigkeit habe ein paar Mal gefehlt. Die Jungs wollten zaubern. Aber auch das sollen sie ruhig mal versuchen, meinte Eilts, der mit dem neuen Jahrgang das unglückliche vorzeitige Ausscheiden in der Qualifikation für die EM im kommenden Jahr vergessen machen will: Wir können uns auch noch weiter steigern.
Der neu formierte Unterbau für die A-Nationalmannschaft gibt wieder einmal Anlass zu großer Hoffnung. Derzeit hat Eilts, dem neben Wilfried Zander auch Chef-Ausbilder Erich Rutemöller assistiert, rund 50 Kandidaten im Blick, ehe im nächsten Jahr die Qualifikation für die Titelkämpfe 2009 in Schweden beginnt. Dadurch ist natürlich jeder von uns besonders gefordert und will sich aufdrängen, meinte Manndecker Andreas Beck vom Bundesliga-Spitzenreiter VfB Stuttgart. Das hat uns stark gemacht.
Allen voran glänzte die Offensiv-Achse mit den beiden Hertha-Profis Dejagah und Kevin-Prince Boateng, der als einer der nächsten auf dem Sprung in die A-Nationalmannschaft aus diesem Kreis gehandelt wird. Vor dem Spiel kannte ich nur ein paar Spieler, besonders gut natürlich die Berliner. Und von denen wusste ich, das sie gute Fußballer sind. Aber dass die ganze Mannschaft so gut zusammenspielt, hätte ich vorher nicht gedacht, sagte Boateng.
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