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HSV im Pech: Mathijsen bricht sich das Nasenbein | 2006-11-15


Hamburg - Das Verletzungspech beim krisengeschüttelten Hamburger SV nimmt immer schlimmere Ausmaße an. Nun zog sich auch noch Abwehrspieler Joris Mathijsen beim Training der niederländischen Nationalmannschaft einen Nasenbeinbruch zu.

Der Innenverteidiger prallte mit Stürmer Jan Vennegoor of Hesseling zusammen. Im Krankenhaus wurde die Nase gerichtet. Die Schmerzen sind nicht allzu groß. Deshalb werde ich probieren, am Samstag beim 1. FSV Mainz 05 von Beginn an zu spielen, sagte Mathijsen, der sogar im Länderspiel gegen England mitwirken wollte.

Auch die angeschlagenen Boubacar Sanogo und Thimothee Atouba sollen bis zur Partie beim Bundesliga-Letzten wieder fit sein. Es sieht so aus, als wenn wir sie bis dahin wieder hinkriegen, sagte HSV-Pressesprecher Jörn Wolf. Ein Fünkchen Hoffnung gibt es für Paolo Guerrero, dessen Muskelfaserriss gut heilt. Auch Nationalspieler Piotr Trochowski will trotz einer Schleimbeutel-Entzündung an der Achillessehne in Mainz dabei sein. Mit Ausnahme des verletzten Juan Pablo Sorin (Muskelfaserriss) nimmt der komplette Kader am Kurz-Trainingslager im Taunus teil.

Unterdessen hat der Aufsichtsrat in einer vierstündigen Sitzung die sportliche Talfahrt des Traditionsclubs aufgearbeitet. Trainer Thomas Doll und Vorstandschef Bernd Hoffmann erläuterten ausführlich die Situation. Thomas Doll steht unter Druck wie noch nie in seiner Trainerkarriere. Aber ich glaube, er ist vom Naturell her so ausgestattet, dass er diese Situation durchsteht. Er erfährt ja auch Unterstützung auf allen Ebenen, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Udo Bandow der Zeitung Die Welt. Die Entscheidung über einen möglichen Rücktritt treffe Doll allein.

Verantwortlich für den Absturz des Champions-League-Teilnehmers auf Platz 15 macht Bandow eine Vielzahl von Faktoren: Personelle Entscheidungen im Sommer, die sich nicht unbedingt als richtig herausgestellt haben, das Verletzungspech ungeheuren Ausmaßes und die fehlende Zeit, um die Mannschaft sich einspielen zu lassen. Man muss es wahrscheinlich heute so sehen, dass der Umbruch in der Mannschaft zu krass war. Der 74-Jährige machte aber deutlich, dass alle Entscheidungen vom Aufsichtsrat mitgetragen worden sind.


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