Aachen setzt mit Kampagne gegen Rassismus Zeichen | 2006-10-01
Aachen - Vor der Partie der Fußball-Bundesliga zwischen den Aufsteigern Alemannia Aachen und VfL Bochum (2:1) setzte Gastgeber Aachen mit der Kampagne Rassismus hat bei uns keinen Platz ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit.
Club-Präsident Horst Heinrichs rief die Fans dazu auf, fair zu bleiben. Spart euch beleidigende Lieder und Rufe, sagte der 60-Jährige. Weltoffenheit und Toleranz sollten auch für unseren Tivoli gelten, führte er unter starkem Beifall der 20 300 Zuschauer aus.
Bis zum Morgen nach dem Spiel hatten sich bereits mehr als 5500 Menschen auf einer speziellen Internet-Seite (www.alemannia-aachen.de/antirassismus) zu der Kampagne bekannt. In einem im Stadion präsentierten begleitenden Filmspot beziehen die Aachener Profis Moses Sichone, Emil Noll und Kapitän Reiner Plaßhenrich stellvertretend für die komplette Mannschaft und den Verein deutlich Stellung. Die Liste der Internet-Einträge will Alemannia Aachen DFB-Präsident Theo Zwanziger zukommen lassen.
Wegen Fan-Schmährufen vor zwei Wochen gegen Borussia Mönchengladbachs brasilianischen Spieler Kahe war Alemannia Aachen vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu einer Geldstrafe von 50 000 Euro verurteilt worden.