Bielefeld - Mit einem traumhaften Comeback hat Sibusiso Zuma Arminia Bielefeld aus der Abstiegszone der Fußball-Bundesliga verholfen und seinen langen Leidensweg beendet.
Ich bin so froh wieder im Team zu sein und total happy über mein Tor, sagte der Südafrikaner nach seinem ersten Torerfolg seit fast elf Monaten. Mit seinem Treffer leitete der lange verletzte Profi, der zudem den Tod seiner im Sommer gestorbenen Mutter verkraften musste, den 3:1-Sieg der Ostwestfalen gegen Energie Cottbus ein. Dass ihm gleich ein Tor gelingt ist wie im Märchen, befand Arminia-Finanzchef Roland Kentsch.
Auch Trainer Thomas von Heesen war beeindruckt von der erfolgreichen Rückkehr des quirligen Stürmers. Er ist super wertvoll für uns. Und beim Ausgleichstreffer hat er sich ganz schlau und clever angestellt, sagte der Bielefelder Coach. Erst vor gut eine Woche zuvor war Zuma nach seiner Knieverletzung ins Training zurückgekehrt. Seine Power holt er sich im Spiel, meinte von Heesen, dessen Team im zweiten Abschnitt nach Zumas 1:1 (48. Minute) wie verwandelt spielte und eine fast verloren geglaubte Partie noch drehen konnte. Der Gäste-Führung durch Vlad Munteanu (22.) ließ Bielefeld den Ausgleich und die Treffer von Artur Wichniarek (62.) und Ioannis Masmanidis (74.) folgen.
Damit hatte auch der zuletzt vom Trainer öffentlich kritisierte Masmanidis sein Erfolgserlebnis. Nach vielen Gesprächen mit von Heesen unter der Woche nutzte der 23 Jahre alte Stürmer seine Chance und erzielte seinen ersten Pflichtspieltreffer für die Bielefelder. Er hat mir das gezeigt, was ich erwarte und damit einen Schritt nach vorn gemacht, sagte Arminias Coach nach dem zweiten Saisonsieg. Ich hoffe, dass der Knoten jetzt geplatzt ist, meinte Masmanidis.
Bis zum großen Auftritt von Zuma waren allerdings die Gäste aus der Lausitz die bessere Mannschaft und hätten schon zur Pause deutlicher in Führung liegen müssen. Ich habe der Mannschaft in der Halbzeit gesagt, wir müssen nur die ersten fünf Minuten im zweiten Abschnitt überstehen, dann können wir genauso weiterspielen, sagte Energie-Coach Petrik Sander. Doch dann haben sie Selbstmord gespielt und den Ast abgesägt, auf dem wir saßen, meinte der Trainer.
Dennoch bewies der Aufsteiger zumindest 45 Minuten die gute Form der Vorwochen. Ich glaube nicht, dass wir auswärts besser nach vorne spielen können, sagte Sander, der erstmals den zuvor gesperrten Francis Kioyo in die Startformation berief. Nach zuletzt vier Spielen ohne Niederlage und dem Sprung auf Rang sechs droht den Gästen nach der zweiten Niederlage wieder der graue Alltag. Sander hatte ohnehin nie etwas anderes im Kopf. Für mich hat der Abstiegskampf schon am ersten Spieltag begonnen. Egal wie viel Punkte wir haben, sagte der Cottbus-Trainer.
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