London - Die Ermittlungen im englischen Bestechungsskandal sind um zwei Monate verlängert worden, um 39 Spielertransfers genauer zu untersuchen. Angesichts der Fülle von Informationen sei die Verlängerung notwendig.
Das erklärte der vom englischen Fußballverband FA beauftragte Ermittler Lord Stevens, der seinen Zwischenbericht vorlegte. Bei den 39 Spielertransfers gehe es um insgesamt acht Clubs. Hier sei noch eine Menge Arbeit nötig, so Stevens. Insgesamt hat der frühere Scotland-Yard-Chef in den vergangenen acht Monaten 362 Transfers in der Premier-League auf Unregelmäßigkeiten untersucht.
Alle Clubs hätten bereitwillig mit den Ermittlern zusammengearbeitet, aber es habe auch eine Fülle von Informationen von anonymen Informanten gegeben, sagte Stevens. In den nächsten Wochen sollen noch Bankkonten untersucht und Interviews mit Spielerberatern und Trainern geführt werden.
Die FA hatte wegen des Verdachts illegaler Transaktionen Lord Stevens im vergangenen Januar damit beauftragt, sämtliche Transfers in der Premier League seit 2004 auf Unregelmäßigkeiten zu untersuchen. Eine BBC-Sendung hatte mehreren Trainern vorgeworfen, illegale Handgelder bei Spielerwechseln kassiert zu haben. Besonders belastet wurden Sam Allardyce, Coach des Erstligisten Bolton Wanderers, und Harry Redknapp, Trainer von Tabellenführer FC Portsmouth. Auch Meister FC Chelsea und Cupsieger Liverpool wurde vorgeworfen, gegen Transferbestimmungen verstoßen zu haben.
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