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Beckenbauer entschuldigt sich bei WM-Organisatoren | 2006-10-03


Johannesburg/Hamburg - Franz Beckenbauer hat sich bei den südafrikanischen Organisatoren für vermeintlich kritische Aussagen zum Stand der Vorbereitungen für die Fußball-WM 2010 entschuldigt.

Es tut mir Leid, dass meine Aussagen falsch dargestellt worden sind. Ich werde alles mir Mögliche tun, um die WM 2010 in Südafrika zu unterstützen, schrieb Beckenbauer in einem Brief an den Organisationschef Danny Jordaan. Zu keinem Zeitpunkt habe er behauptet, dass Deutschland ein Ersatzkandidat für das Turnier in vier Jahren sein könnte, betonte der deutsche WM-OK-Präsident.

Beckenbauers bereits im Vormonat getroffene Aussagen zu angeblich großen Problemen der Organisatoren der ersten Fußball-WM in Afrika hatten nicht nur im Ausrichterland für Aufsehen gesorgt. Zu diesem Zeitpunkt war mehrfach Kritik an dem Zustand der Stadionbauten sowie dem Transportsystem und den Sicherheitsplänen laut geworden. In internationalen Medien war über eine Verlegung der WM in die USA spekuliert worden. Der Fußball-Weltverband FIFA hat unterdessen den deutschen OK-Vizepräsidenten Horst R. Schmidt als Berater für die WM- Vorbereitung nach Südafrika entsandt.

Die WM-Macher haben von ihrer Regierung die Zusage über einen Zuschuss von umgerechnet 564 Millionen Euro für Bau und Renovierung der zehn Stadien. Sechs Arenen sollen ab Januar komplett neu gebaut werden. 982 Millionen Euro Zuschuss sollen in Infrastruktur wie den Ausbau von Straßen und Flughäfen investiert werden. FIFA-Präsident Joseph Blatter will Ende des Monats nach Südafrika reisen, um sich über den Stand der Vorbereitungen zu informieren.


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