Frankfurt/Main - Knapp drei Monate nach dem Ende der rauschenden Fußball-Weltmeisterschaft wird der deutsche Fußball mit der Wirklichkeit eines Wettskandals größeren Ausmaßes konfrontiert.
Wegen Manipulation von Fußballspielen hat die Staatsanwaltschaft in Frankfurt/Main Anklage gegen acht Männer im Alter zwischen 21 und 45 Jahren bei der 17. Strafkammer des Landgerichts Frankfurt erhoben.
Wie Staatsanwältin Silke Hüttig bekannt gab, wird den Angeklagten die Verabredung zu gewerbsmäßigem und bandenmäßigem Betrug im Zeitraum von Sommer 2005 bis zum 6. März 2006 vorgeworfen. Die Beschuldigten, von denen zwei des versuchten und vollendeten Betrugs bezichtigt werden, sollen Spiele der 2. Fußball-Bundesliga, der beiden Regionalligen Nord und Süd sowie der österreichischen 1. Bundesliga manipuliert haben.
Die Staatsanwaltschaft informierte am Donnerstag auch den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Wir werten die staatsanwaltlichen Ermittlungen sorgfältig aus und werden dann entscheiden, ob es irgendwelche sportrechtlichen Konsequenzen gibt, erklärte DFB- Sprecher Klaus Koltzenburg. Gegen weitere aktive Spieler als die Beschuldigten sei keine Anklage erhoben worden, teilte die Staatsanwältin mit.
Als Kopf der Bande gilt ein 45-jähriger Asiate, dessen Identität nicht geklärt ist. Er soll im Sommer 2005 zusammen mit einem 24- jährigen Libanesen, der unter dem Namen Ali auftrat, vereinbart haben, Profifußballern aus den genannten Ligen Geld dafür zu bieten, dass sie das Spielergebnis manipulieren sollen. Dadurch wollten sie bei meist im Ausland platzierten Fußballwetten große Gewinne erzielen. Die Staatsanwaltschaft geht von Wettumsätzen in Höhe von zwei- bis dreistelligen Euro-Millionenbeträgen aus.
Bei diesen Beträgen kann man schon von einer gewissen Professionalität ausgehen. Aber das ist nur ein ganz kleiner Ausschnitt, meinte Hüttig. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass weitere Personen im asiatischen Raum tätig seien.
Zu den Angeklagten in zehn ermittelten Fällen zählen des weiteren ein 43-jähriger Serbe, der ehemals Profi und Trainer war, ein 28- jähriger Lizenzspieler des Süd-Regionalligisten SV 07 Elversberg, zwei afrikanische Spieler von Rot-Weiß Erfurt, ein Portugiese von der SpVgg Bayreuth sowie ein 26-Jähriger mit deutscher und polnischer Staatsangehörigkeit. Dieser wird als rechte Hand des 45-jährigen Asiaten der Beihilfe zu den Taten der anderen Angeklagten bezichtigt.
Der mit mehreren Pässen ausgestattete Asiate und der Ali genannte Libanese sitzen seit dem 7. März in U-Haft, von der der Serbe seit dem 29. Mai und der Deutsch-Pole seit dem 8. September verschont sind.
Cottbus fast aufgestiegen - Siegen steigt abGrundlagenvertrag der Liga in GefahrHertha ohne Drei nach Göteborg - Auch Kovac fehltBayern verlor nur sechs von 49 HeimspielenMorten Olsen bleibt Nationaltrainer in DänemarkFC Bayern muss auf verletzten Kovac verzichtenOffenbach verteidigt die TabellenspitzeMakaay will Torschützenkönig werdenBritische Buchmacher große Gewinner nach Englands AusRobinho bestätigt Interesse an Wechsel zu Real1497 |
1847 |
1260 |
1269 |
1282 |
13656 |
13065 |
13591 |
13804 |
13217 |