Ljubljana - Gerhard Mayer-Vorfelder hat das deutsche Steuerrecht für das Scheitern von Berlin und Hamburg beim Rennen um die Gastgeberrolle für die Europapokal-Endspiele verantwortlich gemacht.
So lange sich da nichts ändert, wird es schwierig für uns werden, ein Finale in Deutschland zu erleben, sagte er der dpa. Die Europäische Fußball-Union UEFA hatte am Mittwoch die Endspiele in der Champions League an Moskau (2008) und Rom (2009) und im UEFA-Pokal an Manchester (2008) und Istanbul (2009) vergeben. In diesen Orten ist die UEFA für ihre Finalspiele im Gegensatz zu Veranstaltungen in Deutschland von der Quellensteuer befreit.
Den erfolglosen Bewerbern Berlin und Hamburg seien in der UEFA- Exekutive, der Mayer-Vorfelder als deutscher Vertreter angehört, exzellente Exposes bescheinigt worden, sagte der frühere DFB-Präsident. Die in Deutschland herrschende Steuerpflicht habe aber den Ausschlag gegen ein Finale im Berliner Olympiastadion oder der Hamburger AOL-Arena gegeben. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) habe sich bereits erneut mit einem Brief an die politischen Entscheidungsträger gewandt. Mayer-Vorfelder, früher Finanzminister in Baden-Württemberg, will selbst das Gespräch mit Politikern suchen.