Hansa-Fans planen keine Aktionen gegen Rassismus | 2006-10-05
Rostock - Die Fans von Hansa Rostock planen im Gegensatz zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) beim Länderspiel zwischen Deutschland und Georgien keine Aktionen gegen Rassismus.
Ursprünglich wollte sich der Fan-Beirat des Zweitligisten mit Nationalspieler Gerald Asamoah treffen, um sich noch einmal für die Beleidigungen einiger Hansa-Anhänger bei einem DFB-Pokalspiel in Rostock zu entschuldigen. Da Herr Asamoah jedoch verletzt ist und nicht mit nach Rostock kommt, fällt das Treffen leider aus, sagte Hansas Fan-Beauftragter Axel Klingbeil.
In der DFB-Pokalpartie zwischen der zweiten Rostocker Mannschaft und Asamoahs Club Schalke 04 war der dunkelhäutige Stürmer des Bundesligisten im vergangenen Monat mit Affen-Gebrüll beleidigt worden. Der DFB hatte Hansa Rostock deshalb zu einer Strafe von 20 000 Euro verurteilt. Zudem mussten Hansas Amateure in der Oberliga ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen.
Klingbeil will nun Kontakt mit Schalke aufnehmen. Ich werde Herrn Asamoah einen Brief schreiben. Ich will darlegen, wie die Hansa-Fans die Situation beurteilen. Wir wollen uns noch einmal entschuldigen. Dann müssen wir sehen, wie er reagiert. Vielleicht ergibt sich ja noch ein Treffen, sagte Klingbeil.
Der DFB plant vor dem letzten Heimspiel im WM-Jahr, erneut ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. So soll nach dem Abspielen der Nationalhymnen von beiden Mannschaften ein Transparent entrollt werden. Details zu der Aktion will der Verband am Freitag verkünden.