Hildebrand: Chance vertan im 4. Länderspiel: Ein guter Reflex (3.), aber der Stuttgarter strahlte keine Sicherheit aus und hatte nicht nur beim Lattenschuss Glück. Sein Nummer-2-Status ist in Gefahr.
Fritz: Der Bremer Debütant konzentrierte sich auf die Defensive. Klärte einmal in höchster Not (18.), offenbarte einige Probleme.
Arne Friedrich: Nur ein Möchtegern-Abwehrchef. Strahlte keine Ruhe aus, hektisch im Zweikampf. Ein böser Ballverlust blieb folgenlos.
Manuel Friedrich: Nicht so souverän wie zuletzt. Mehrfach ausgespielt im Eins-gegen-Eins, einige Fehlpässe im Aufbau. Immerhin Lufthoheit.
Hitzlsperger: Er war, ist und wird kein Linksverteidiger. Ein Risiko in jedem Zweikampf, oft planlose Abspiele. Nur Fleiß reicht nicht.
Odonkor: Insgesamt zu selten ins Spiel eingebunden. Konnte seine Schnelligkeit so nur sporadisch einbringen. Zu unpräzise Flanken.
Ballack: Ein starker Kapitän. Der Team-Senior sorgte für Struktur im Spielaufbau, gewann fast alle Zweikämpfe und suchte den Abschluss. Belohnte sich selbst mit seinem 33. Länderspiel-Treffer (61.).
Trochowski: Der zweite Neuling führte sich mit einem 30-m-Knaller glänzend ein (7.). Seine Technik blitzte auf - ein Mann mit Zukunft.
Schweinsteiger: Einfach überragend. Ein Tor des Monats aus 25 Metern wie ein Strahl (24.). Legte Ballack das 2:0 auf. Der 22-Jährige ist nicht mehr wegzudenken aus dem Mittelfeld der Nationalelf.
Hanke: Sehr agil, mit gutem Direktspiel, aber erfolglos im Abschluss. Scheiterte bei Großchancen mit Fuß (39.) und Kopf am Torwart (47.).
Podolski: Verlierer des Spiels. Erst Stand- und Abschlussprobleme, dann Blackout: Im Liegen trat er nach - und sah zu Recht Rot.
Schlaudraff: 25-Minuten-Debüt im Nationalteam. Als einzige Spitze konnte sich der Aachener nicht entscheidend in Szene setzen.
Fathi: Löste Hitzlsberger in der Schluss-Viertelstunde hinten links ab. Zweites Länderspiel - aber kein Fortschritt für den Berliner.
Frings: 75 Minuten geschont, kam dann für Trochowski. Sollte mit seiner Defensivstärke helfen, den Zu-Null-Sieg zu sichern.
Madlung: Der Wolfsburger durfte als vierter eingesetzter Neuling auch noch sieben Minuten Länderspiel-Luft schnuppern. Dabei sein war alles.
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