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EM-Quali: Frankreich und England blamieren sich | 2006-10-07


Hamburg - Die großen Fußball-Nationen Frankreich, England und Spanien haben in der EM-Qualifikation enttäuscht. Frankreich verlor mit 0:1 in Schottland, Spanien unterlag mit 0:2 in Schweden. Und England leistete sich in Manchester eine blamable Nullnummer gegen Mazedonien.

In Rom dagegen kam Italien gegen die ohne Stürmerstar Andrej Schewtschenko angetretene Ukraine zu einem wichtigen 2:0-Erfolg. Der Weltmeister kam durch ein Elfmetertor von Massimo Oddo (70.) und einem Treffer von Luca Toni (79.) zu seinem ersten Sieg, steht in Gruppe B mit nur vier Punkten aber noch immer gewaltig unter Druck.

Tabellenführer ist überraschend Schottland. Der Außenseiter lehrte in Glasgow mit seinem unbändigem Kampfgeist den Franzosen das Fürchten. Gary Caldwell von Celtic gelang in der 67. Minute vor 52 000 Zuschauern im ausverkauften Hampden Park der Treffer zum umjubelten 1:0-Heimsieg. Die Schotten feierten damit in der schweren Gruppe mit Weltmeister Italien und Vize-Weltmeister Frankreich bereits ihren dritten Drei-Punkte-Erfolg. Litauen kam auf den Färöer- Inseln zu einem 1:0-Sieg.

In Gruppe E liegt England trotz der Ernüchterung gegen Mazedonien mit sieben Punkten in Führung. Für Furore aber sorgt das punktgleiche Israel. Der Außenseiter kam in Moskau zu einem 1:1 gegen Russland. Andreij Arschawin (5.) brachte das Team von Trainer Guus Hiddink in Führung, Auswechselspieler Ben Shushan (84.) gelang der Ausgleich. In Gruppe F kamen die Spanier in Solna unter die Räder. Die Schweden feierten durch Elmander (1.) und Allbäck (82.) den dritten Sieg und führen die Tabelle souverän vor Dänemark und Nordirland (je 4) an. Mitfavorit Spanien hat bislang nur einen Sieg geschafft. In der Gruppe C kam Europameister Griechenland zu seinem zweiten Sieg. Das Team von Trainer Otto Rehhagel gewann gegen Norwegen mit 1:0 (1:0). Ebenfalls 1:0 (1:0) gewann die Türkei in Ungarn.

Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel hat Tschechien mit neun Punkten die Tabellenführung in Gruppe D vor Deutschland (6) und der Slowakei (6) übernommen. In Liberec kamen das Team von Trainer Karel Brückner am Samstag zu einem 7:0 (4:0)-Erfolg gegen San Marino. Je zwei Mal waren Milan Baros (68./28.) und der frühere Dortmunder Jan Koller (52./43.) vor gerade einmal 9514 Zuschauern erfolgreich. Der Hamburger David Jarolim (49.), der Nürnberger Jan Polak (22.) und Marek Kulic (15.) erzielten die weiteren Treffer für die Gastgeber.

Vier Tage vor dem Spiel gegen Deutschland in Bratislava schaffte die Slowakei einen 5:1 (3:1)-Kantersieg in Wales. Der Nürnberger Bundesliga-Profi Marek Mintal war in Cardiff mit zwei Distanzschüssen in der 32. und 38. Minute erfolgreich. Die weiteren Tore der nach der Niederlage im Duell mit Tschechien stark verbesserten Slowaken steuerten Svento (14.), der Wolfsburger Miroslav Karhan (51.) und der Nürnberger Robert Vittek (59.) bei. In Nikosia schaffte Zypern die große Überraschung, setzte sich mit 5:2 gegen Irland durch und kletterte nach dem ersten Sieg auf Tabellen-Platz vier.


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