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Löw: Einige Dinge muss man intern besprechen | 2006-10-08


Rostock - Bundestrainer Joachim Löw sprach nach dem 2:0-Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Georgien über die Leistung seiner Spieler und über die kommende Aufgabe gegen die Slowakei.

dpa: Viertes Spiel, vierter Sieg. Wie lautet ihr Fazit nach dem 2:0 gegen Georgien?

Joachim Löw: Wir haben vier neue Spieler dabei gehabt und auch viele junge Spieler. Ich denke, wir haben sehr engagiert und auch sehr beherzt gespielt. Einige Dinge muss man intern besprechen.

dpa: Redebedarf dürfte es über die nicht immer sattelfeste Abwehr geben?

Löw: Wir haben in der einen oder anderen Situation sicher Glück gehabt, dass die Null weiter Bestand hat. Ich denke, in der Abstimmung waren wir in manchen Situationen nicht ganz so sicher, wie es in der Vergangenheit war. Man muss auch sagen, dass die Abwehr neu besetzt war, dass Manuel Friedrich drei Wochen verletzt war. Insgesamt sind wir mit dem Ergebnis zufrieden und mit dem Spiel.

dpa: Wie bewerten Sie den Auftritt Ihrer vier Neulinge?

Löw: Ich glaube, dass alle ein gutes Spiel gemacht haben. Vor allem die ersten 15 Minuten der kleine Trochowski. Der hat sehr gute Aktionen gehabt. Clemens Fritz hat sich immer besser ins Spiel eingefunden und auch die anderen, Madlung und Schlaudraff, die haben sich sehr gut eingefunden.

dpa: Sieggaranten waren aber die erfahrenen Kräfte Ballack und Schweinsteiger.

Löw: Es gab Spieler, die besonders in der Verantwortung waren wie Michael Ballack oder auch Bastian Schweinsteiger, die mitgeholfen haben, die Mannschaft zu führen, die jungen Spieler anzuleiten, damit wir auch einen guten Fußball spielen können. Das haben die Spieler gemacht, und das hat mich auch sehr gefreut. Vor allem Bastian Schweinsteiger hatte einen Klassetag.

dpa: Sie haben mit vier Siegen und 19:0 Toren die beste Startbilanz aller Bundestrainer. Hätten Sie das für möglich gehalten?

Löw: Es stimmt mich glücklich, dass wir in den vier Spielen gezeigt haben, dass wir nicht nur bei einem Turnier wie bei der WM, sondern auch bei den vier Spielen danach, wo viele Spieler nur eine kurze Vorbereitung hatten, in der Lage sind, einen offensiven Fußball zu spielen, einen Spaßfußball. Vier Siege jetzt nach der WM, das spricht auch für die Spieler und ist eine Basis für die Zukunft.

dpa: Schon gegen die Slowakei wird es schwerer werden.

Löw: Für uns wird wichtig sein, dass wir jetzt die nächsten zwei, drei Tage komplett trainieren, dass alle am Training teilnehmen. Ich denke, dass die anderen Spieler zurückkommen werden - Torsten Frings, Bernd Schneider, Miroslav Klose und Philipp Lahm, die diese Woche sehr konzentriert gearbeitet haben. Die werden neue Energie haben. Defensiv müssen wir an manchen Dingen arbeiten.

dpa: Muss man sich nach dem Sieg der Slowaken in Wales Sorgen machen?

Löw: Dass die Slowaken besser sind als das 0:3 gegen Tschechien aussagt, das war uns vorher klar. 5:1 in Wales zu gewinnen, ist beeindruckend. Urs Siegenthaler war dort, und wir werden sicher diese Eindrücke einfließen lassen in die Analyse. Wir haben drei Spiele gesehen, zwei Mal haben sie stark gespielt und viele Tore geschossen.


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