Rostock - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Georgien seinen Kampf gegen Rassismus fortgesetzt.
Vor der Partie in Rostock ließen sich die Spieler beider Teams mit einem fünf Meter langen Spruchband mit der Aufschrift Wir sagen NEIN zu Rassismus fotografieren. Hintergrund der Aktion waren die rassistischen Schmährufe gegen Nationalspieler Gerald Asamoah während der DFB-Pokalpartie zwischen der zweiten Mannschaft von Hansa Rostock und dem Bundesligisten FC Schalke 04 im September. Asamoah war wegen seiner dunklen Hautfarbe von Rostocker Zuschauern mit Affen-Gebrüll beleidigt worden.
Ein geplantes Treffen zwischen Fans des FC Hansa Rostock und Asamoah beim Länderspiel fiel aus, da sich der Schalker Stürmer Ende des Vormonats das Bein gebrochen hatte und nicht mit dem DFB-Team nach Rostock reise konnte. Hansas Fanbeauftragter Axel Klingbeil will aber Kontakt zu Asamoah aufnehmen.
Ich werde in den kommenden Tagen Herrn Asamoah einen Brief schreiben und darin klar machen, wie die Rostocker Fans den Vorfall beurteilen. Wir wollen uns noch einmal entschuldigen. Mal sehen, wie Herr Asamoah reagiert. Ich hoffe, dass es noch zu einem Treffen kommt, sagte Klingbeil.
Der FC Hansa Rostock will nach den Vorfällen vor jedem Heimspiel in der 2. Bundesliga einen Anti-Rassismus-Film mit dem Schauspieler und bekennenden Fußball-Fan Peter Lohmeyer (Wunder von Bern) zeigen. Wir sollten jedoch nun unseren Blick wieder auf den Fußball richten, forderte Rostocks Manager Stefan Studer.
Sein Verein musste nach den Rassismus-Rufen eine Strafe von 20 000 Euro bezahlen. Zudem musste die zweite Mannschaft in der Oberliga ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen.