Düsseldorf - Ein Prüfbericht soll Gerd Niebaum, den früheren Präsidenten des Bundesligisten Borussia Dortmund, von einem Fehlverhalten als Geschäftsführer der Fußball-GmbH & Co. KGaA weitgehend entlasten.
Das berichtet das Magazin Focus in seiner Ausgabe vom 9. Oktober. Auch der damalige Mit-Geschäftsführer Michael Meier habe pflichtkonform gehandelt, heißt es. Der vom Aufsichtsrat des BVB in Auftrag gegebene Bericht soll bei der Hauptversammlung des börsennotierten Fußball-Konzerns am 28. November vorgestellt werden.
Es gebe hinreichend Anhaltspunkte, dass - unabhängig von einem eingetretenen Schaden - pflichtkonformes Verhalten der ehemaligen Geschäftsführung vorliegt. Zugleich wird empfohlen, gegen Niebaum und Meier keine Schadenersatz-Ansprüche geltend zu machen. Manche Beschlüsse seien zwar mit den Regeln konservativer kaufmännischer Vernunft nur schwer vereinbar, jedoch hätten die jeweiligen Gremien des BVB bei der Planung mitgewirkt oder seien zumindest unterrichtet gewesen. Unter der Geschäftsführung von Niebaum und Meier war Borussia Dortmund in einen existenzbedrohenden Schuldenstand geraten.