Bratislava - Michael Ballack & Co. glänzten auf dem Spielfeld, doch abseits des Rasens sorgten einige Krawallmacher aus Deutschland für unschöne Szenen. Sie trübten dadurch den 4:1-Erfolg der DFB-Elf und lösten im Kreis des Nationalteams Verständnislosigkeit und Bedauern aus.
Wir können uns nur davon distanzieren, meinte Mannschaftskapitän Michael Ballack nach dem überaus sehenswerten Länderspiel zu den betrüblichen Vorfällen. Wir haben einen guten Eindruck hinterlassen. Der wurde getrübt durch ein paar Hooligans. Ähnlich äußerte sich Bundestrainer Joachim Löw. Wir können nicht mehr tun, als an die Vernunft zu appellieren. Es sind einige wenige, die den Fußball nicht im Mittelpunkt sehen. Sie kommen, um zu provozieren, stellte er fest.
DFB-Präsident Theo Zwanziger kündigte an, den Kampf gegen die Krawallmacher fortzusetzen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte bereits vor der Partie die slowakischen Gastgeber gewarnt und weitgehend erfolglos zur Kooperation aufgefordert. Wir werden uns dieser Aufgabe stellen. Wir dürfen diese Ereignisse aber auch nicht in den Mittelpunkt der Betrachtung rücken. Es war ein unschöner Aspekt eines ansonsten schönen Abends. Ähnlich äußerte sich Bundestrainer Joachim Löw. Wir können nicht mehr tun, als an die Vernunft zu appellieren. Es sind einige wenige, die den Fußball nicht im Mittelpunkt sehen. Sie kommen, um zu provozieren, betonte er.
Fast 50 Randalierer waren um kurz vor Mitternacht zumindest vorübergehend festgenommen worden. Eine Gruppe von deutschen Unfriedenstiftern hatte nach dem Qualifikationsspiel zur EURO 2008 einen Polizisten angegriffen und verletzt. Unter anderem schlugen sie ihm dabei mehrere Zähne aus. Eine andere Gruppe Deutscher zerstörte die Auslage eines Sportartikel-Geschäfts in der Nähe des Stadions Tehelné Pole von Slovan Bratislava. Mit Hilfe der Aussagen der Verhafteten wollte die slowakische Polizei allerdings noch die Haupttäter bei beiden Vorfällen ermitteln, sagte Polizei-Sprecher Viktor Plezel der dpa.
Fünf andere Deutsche und ein Slowake waren schon während des Spiels nach Attacken gegen den Ordnungsdienst im Stadion abgeführt worden. Darüber hinaus gab es laut Plezel jedoch keine nennenswerten Vorfälle. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass nach aktualisierten Polizei-Angaben insgesamt 91 mutmaßlichen deutschen Hooligans schon an der Grenze die Einreise in die Slowakei verweigert worden. Neun von ihnen hatten sogar gleich an zwei Grenzübergängen versucht, in die Slowakei zu gelangen. Ein weiterer Deutscher wurde am Flughafen Bratislava verhaftet, weil er Kokain bei sich hatte. Dabei handelte es sich laut Polizeiangaben um eine geringe Menge für den Eigenbedarf.
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