Strafe für Bremer Hunt unwahrscheinlich | 2006-10-12
Berlin/Hamburg - Eine Strafe gegen den deutschen U-21- Nationalspieler Aaron Hunt wegen angeblicher rassistischer Beleidigungen ist unwahrscheinlich.
Nach Angaben des englischen Fußball-Verbands (FA) soll Hunt die dunkelhäutigen Spieler Micah Richards und Anton Ferdinand im EM-Qualifikationsspiel gegen England (0:2) als Affen beschimpft haben, was Hunt aber vehement bestritten hat. Wir haben den Schiedsrichter-Bericht erhalten, darin ist diesbezüglich nichts vermerkt, sagte UEFA-Pressesprecher William Gaillard dem Tagesspiegel.
Wir warten jetzt auf die Beschwerde der FA, aber wir brauchen harte Beweise wie Ton- oder Videoaufnahmen oder eine unabhängige Zeugenaussage, sonst steht lediglich Aussage gegen Aussage. Und dann können wir kein Urteil fällen, erklärte Gaillard weiter. Sollten sich die Vorwürfe bestätigten, müsste nicht die U 21, sondern der Spieler von Werder Bremen Konsequenzen fürchten. In einem solchen Fall sei die Sanktionierung des Teams eher ungewöhnlich, so Gaillard.