Sport News :: Fussball News

SPORT NEWS:

SPORTWETTEN:

POKER

ARCHIV:

LINK EXCHANGE:

Mimoun Azaouaghs langer Weg zurück | 2006-10-13


Mainz - Pfiffe statt Applaus, Kopfschütteln statt Schulterklopfen: Mimoun Azaouagh ist auf einem langen und steinigen Weg zurück zu alter Stärke.

Körperlich bin ich topfit. Ich kann 90 Minuten und länger rennen und kämpfen, sagt der 23-jährige Mittelfeldspieler vom Bundesligisten FSV Mainz 05. Seine unbestrittenen spielerischen Qualitäten blitzten aber nach langer Verletzungspause bisher nur selten auf. Ich weiß, dass ich wieder dahin komme, wo ich war, erklärt der ehrgeizige Spielmacher trotzig. Von seinem Weg will er sich dabei nicht abbringen lassen.

Mit 21 Jahren stand der in Frankfurt aufgewachsene gebürtige Marokkaner nach dem Aufstieg der Mainzer im Nationalmannschafts-Notizbuch. Der 30. Oktober 2004 änderte aber sein Leben. Eine in Wolfsburg erlittene schwere Knieverletzung stellte die Fortsetzung der hoffnungsvollen Karriere in Frage. Trotz des ungewissen Ausgangs angelte sich Schalke 04 im Winter 2004 das Talent. Die Turbulenzen um den Wechsel hielten Monate an und konnten erst nach Vermittlung durch das Schiedsgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gelöst werden.

Mit eisernem Willen kämpfte sich Azaouagh aus dem Tal. In der Endphase der Vorsaison kehrte er auf die Bundesliga-Bühne zurück und schnupperte auch im UEFA-Cup rein. Doch Spielpraxis war gefragt, und die konnte ihm bei den Königsblauen angesichts des Kaders keiner garantieren. Mainz dagegen schon. Und so liehen die Rheinhessen den 23-Jährigen für eine Saison aus. Mit Hosianna empfingen sie den verlorenen Sohn, vergessen war das unschöne Gezerre bei seinem Wechsel nach Gelsenkirchen.

Nach sechs Punktspielen hat sich der Wind aber gedreht. Im Heimspiel gegen Hertha BSC quittierten zahlreiche Zuschauer seine Fehler mit Pfiffen. Das ist für Mainz eher ungewöhnlich, doch mit der Geduld scheinen einige Fans bereits am Ende zu sein. Das ist ihr gutes Recht. Die Pfiffe stören mich nicht, da stehe ich drüber, versichert Azaouagh.

In Mainz fühlt sich der Frankfurter Bub bestens aufgehoben. Ich bin happy. In der Mannschaft steckt ein Riesenpotenzial, die Verantwortlichen schenken mir Vertrauen, erklärte der kleine Techniker mit dem Faible für große Autos. Er weiß, dass der Kredit nicht dauerhaft ist. Ich spüre, ich werde von Tag zu Tag stärker. Der Knoten wird platzen, vielleicht schon im nächsten Spiel, sagt Azaouagh und fügt trotzig hinzu: Meine Spielweise werde ich nicht ändern. Sie hat mich schließlich groß gemacht.

Sein Trainer Jürgen Klopp bestärkt ihn darin und registriert wohlwollend die Fortschritte. Ich sehe einen deutlichen Aufwärtstrend. Er bekommt immer mehr Sicherheit in seine Aktionen. Er ist gut drauf, schildert der 39-Jährige die Eindrücke aus dem Training und einem Testspiel. Ich bin nicht der erste, der eine Durststrecke durchstehen muss. Wenn ich im nächsten Spiel der entscheidende Mann bin, dann jubeln sie wieder. So ist das im Fußball, meint Azaouagh.


Blatter ermutigt England für WM-Bewerbung 2018
Köln trotzt Bayern 2:2 ab
49 Vereine bewerben sich um Bundesliga-Zulassung
Gutendorf kritisiert Bundestrainer Klinsmann
St. Pauli demütigt Zweitliga-Spitzenreiter Bochum
Greuther Fürth siegt 2:1 bei Hansa Rostock
Bayerns Hargreaves erleidet Wadenbeinbruch
Statistik zu AC Mailand - Bayern München
Knast-WM: Deutschland schlägt Ecuador 5:2
WM-Formation ist noch nicht fix

1803 | 1084 | 1202 | 1026 | 1184 | 13398 | 13578 | 13991 | 13005 | 13679 |