Sport News :: Fussball News

SPORT NEWS:

SPORTWETTEN:

POKER

ARCHIV:

LINK EXCHANGE:

Alarmstufe Rot beim HSV - Treueschwüre für Doll | 2006-10-15


Hamburg - Alarmstufe Rot in Hamburg, doch die Verantwortlichen bleiben ruhig. Thomas Doll war im letzten Jahr ein absoluter Glücksgriff. Wir glauben, dass er jetzt die sportliche Antwort auf die momentane Situation hat, versicherte HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann.

Die Fans skandierten auch nach dem 1:2 (1:1) im Krisengipfel der Fußball-Bundesliga gegen den FC Schalke 04 sogar Dolls Namen. Vor zwei Jahren hatte der Sympathieträger den Verein auf dem letzten Platz übernommen, nun steht er mit ihm auf Rang 17. Es passe trotzdem kein Stück Pergamentpapier zwischen Vorstand und Trainer, versicherte Hoffmann, der ruhige Arbeit als Rezept ausgab. Ich kenne kein denkbares Szenario, bei dem wir im sportlichen Bereich handeln müssten.

Doll selbst litt am meisten nach dem enttäuschenden 13. Pflichtspiel der Saison ohne Sieg, verteidigte aber erneut in bemerkenswerter Weise sein junges Team: Es tut sehr weh, dass wir da unten stehen. Wir werden jetzt ganz viel Prügel einstecken müssen. Aber aus solchen Phasen müssen wir lernen und wieder aufstehen. Er wolle sich aber nicht in der Opferrolle einnisten und beklagte so nicht einmal den Ausfall von sechs Stammspielern. Vincent Kompany musste sogar erst kurz vor Anpfiff wegen Adduktorenproblemen passen.

Wir haben die größtanzunehmende Seuche in Tateinheit mit Dummheit, sagte Hoffmann und brachte damit das Verletzungspech, den von Boubacar Sanogo verschossenen Elfmeter und die Gelb-Rote Karte für David Jarolim (43.) auf den Punkt. Der siebte Platzverweis der Saison ist kein Zufall, zumal der Rot-gefährdete Nigel de Jong vorsichtshalber zur Pause in der Kabine bleiben musste. Motivator Doll macht sein Team vor jeder Partie heiß, einige - wie der aggressive Niederländer - scheinen die Worte misszuverstehen.

Mit zehn Mann, darunter die jungen Amateure Mario Fillinger und Benny Feilhaber, war der HSV zu einfallslos, um den Schalker Routiniers zu trotzen. Den Toren von Halil Altintop (16.) und Marcelo Bordon (53.) setzte nur der umsichtige Neu-Nationalspieler Piotr Trochowski (30.) sein Können entgegen.

Für Schalke war der verunsicherte Champions-League-Teilnehmer ein willkommener Gegner, um den Auswärtsfluch zu besiegen. Selbstbewusst verkündete Halil Altintop: Dieser Sieg war notwendig, schließlich wollen wir um die Meisterschaft spielen. Leisere Töne schlug sein Coach Mirko Slomka an: Das ist ein wichtiger Meilenstein, zumal die Mannschaft den ganzen Trubel nicht so einfach weggesteckt hat.

Erst der Gazprom-Deal bescherte den Königsblauen Ruhe im Training, die Slomka zu teambildenden Übungen auf einem Abenteuerspielplatz nutzte. Ruhe werden wir auf Schalke nie haben, aber das treibt uns an, denn da ist viel Herzblut drin, meinte der zuletzt immer wieder kritisierte Trainer. Rätsel gab Sportdirektor Andreas Müller auf, der trotz der 13 Punkte, mit denen Schalke zur Tabellenspitze aufschloss, wutentbrannt und ohne Kommentar in den Mannschaftsbus verschwand.


Auftakt: 500 Musiker heizen Polarfrühling ein
SV Wehen Wiesbaden trennt sich von Teamchef Vasic
Ambush-Marketing nervt FIFA
Finke darf vorerst kein SC-Mitglied werden
Extra Fußball
Partie zwischen Werder II und Emden wird verlegt
Hargreaves: Bayern-Umbau war nötig
Aufbauhelfer
Cupverteidiger Liverpool und Favoriten siegen
Die Statistik der 2. Bundesliga - 31. Spieltag

1716 | 1255 | 1557 | 1075 | 1308 | 13967 | 13087 | 13297 | 13857 | 13417 |