Glasgow - Schottlands Rekord-Champion Glasgow Rangers will seinen Fans gegen den deutschen Meister VfB Stuttgart eine unvergessliche Fußball-Nacht bereiten.
Der Club verteilt massenhaft Tafeln an seine Anhänger, um die 51 000 Besucher fassenden Ränge des Ibrox-Stadion zur Auftaktpartie der Champions-League-Gruppenphase in ein Farbenmeer zu verwandeln. Doch ein Fußballfest auf dem Rasen ist keineswegs gesichert - denn sportlich ist die Champions League für die Rangers nur zweite Wahl. Alles wird der Mission Meistertitel untergeordnet.
Doch zuletzt setzte es für den Traditionsclub in der Heimat den ersten Dämpfer. Nach toller Frühform zum Saisonstart mussten die Rangers nach der 2:4-Pleite gegen Hearts of Midlothian die Tabellenspitze räumen. Dass nun ausgerechnet wieder Ortsnachbar und Erzrivale Celtic die schottische Premier League anführt, ist für Rangers-Fans kaum zu ertragen. Denn zwischen den protestantisch geprägten Rangers, die bis 1989 auch nur protestantische Spieler unter Vertrag nahmen, und Celtic - dort waren schon immer Akteure aller Konfessionen willkommen - herrscht eine der erbittertsten Rivalitäten, die der Weltfußball kennt.
Die uralte Glasgower Rivalität steht auch in dieser Saison für die meisten Rangers-Anhänger im Zentrum des Interesses, die Champions League gilt allenfalls als nette Abwechselung. Viel wichtiger ist für die leidenschaftlichen Anhänger der Gewinn des 52. schottischen Meistertitels. Auch deshalb schont Rangers-Teammanager Walter Smith den erfahrenen Nationalspieler und Mittelfeldstar Barry Ferguson für das Stuttgart-Spiel. Zuletzt durften sich die Rangers 2005 als nationale Champions feiern lassen, meist aber hatte in der jüngeren Vergangenheit Celtic die Nase vorn.
In Europa können die Rangers, bei denen der frühere Dortmunder Torhüter Stefan Klos nach neun Spielzeiten im Sommer seine Karriere beendet hat, durchaus auf Erfolge zurückblicken. Diese liegen aber schon weiter zurück. 1972 gewann der Club den Europacup der Pokalsieger, 1961 und 1967 stand er im Endspiel. Den diesjährigen Auftaktgegner aus Stuttgart sehen die schottischen Medien als den leichtesten der Gruppe, in der auch der FC Barcelona und Olympique Lyon spielen. Der erfahrene Rangers-Trainer Smith, der die Glasgower bereits von 1991 bis 1998 trainierte und im Januar an die alte Wirkungsstätte zurückkehrte, sieht das anders. Man kann die Spiele so nicht qualifizieren. Jedes Team, das eine so hart umkämpfte Liga wie die deutsche gewinnt, wird ein schwerer Gegner sein, sagte er.
1860 in der Aufstiegspflicht - Viel KonkurrenzAndrejevs neuer Nationaltrainer in LettlandTakahara ins Krankenhaus eingeliefertLeichte Gegner für Pokal-FavoritenSeeler wünscht sich viele Klose-ToreWieder volles Programm für DFB-TeamDer Ball ist bunt: Notizen vom 1. SpieltagBraunschweig und Paderborn Aufsteiger in 2. LigaDFL lehnt Stanislawski als Pauli-Trainer abDie Statistik der 2. Bundesliga - 24. Spieltag1918 |
1172 |
1957 |
1608 |
1665 |
13384 |
13690 |
13702 |
13831 |
13508 |