Leipzig - Die Stuttgarter Kickers sind am 11. Spieltag der Fußball-Regionalliga Süd böse überrascht worden. Ausgerechnet beim zuletzt in fünf Partien sieglosen Aufsteiger FK Pirmasens unterlag die Mannschaft von Trainer Robin Dutt mit 1:2.
Damit verloren die Kickers die Tabellenführung an den Stadtrivalen VfB Stuttgart II, der gegen den Karlsruher SC II trotz Heimvorteils aber nur 0:0 spielte. Die Kickers sind Zweiter, Dritter ist der punktgleiche SV Wehen, der beim Aufsteiger SSV Reutlingen auch nicht über ein 0:0 hinaus kam.
Mit dem Punkt kann ich leben. Wir haben jetzt 21 Punkte. Das ist toll, sagte Wehens Trainer Djuradj Vasic nach seinem letzten Spiel auf der SV-Bank. Denn der 50-jährige gebürtige Jugoslawe wird neuer Chef beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig, wo er die Nachfolge von Michael Krüger antritt. Ebenfalls 21 Zähler hat die viertplatzierte TSG Hoffenheim, die sich mit 1:0 beim SC Pfullendorf durchsetzte und im achten Spiel in Serie ungeschlagen blieb. Bayern München II trennte sich vom weiter als einziges Team der Liga sieglosen Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern II 0:0.
Der tragische Held bei den Stuttgarter Kickers war Mustafa Parmak, der für sein Team erst den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte und zwölf Minuten vor dem Ende wegen eines Fußtritts die Rote Karte sah. Pech hatte Wehens Cihan Yilmaz, der in der Schlussminute nur den Pfosten traf und damit Reutlingens drittes torloses Unentschieden in Serie besiegelte. Dieses 0:0 war das Beste von den drei Spielen. Wir sind jetzt zwar 462 Minuten ohne Treffer, aber das Tor wird irgendwann fallen, kommentierte Reutlingens Trainer Peter Starzmann, dessen Schützlinge den respektablen sechsten Tabellenplatz belegen.
Auf Rang sieben hat sich mit dem FC Ingolstadt ein weiterer Aufsteiger im Mittelfeld etabliert. Manfred Kroll verschoss beim 1:1-Unentschieden gegen den ambitionierten VfR Aalen zwar neun Minuten vor dem Ende einen Foulelfmeter, doch Domenico Sbordone schaffte danach noch den Ausgleich. Kompliment an meine Mannschaft. Sie hat Flagge gezeigt und aufopferungsvoll gekämpft, lobte Ingolstadts Coach Jürgen Press.
Einen misslungenen Einstand als Trainer von Darmstadt 98 hatte dagegen Gerhard Kleppinger, der den Posten von Gino Lettieri übernahm. Die Darmstädter unterlagen trotz 1:0-Führung vor eigenem Publikum gegen die SV Elversberg mit 1:3. Jetzt kommt es darauf an, die Jungs wieder aufzurichten, sagte Kleppinger nach seiner Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Elversberg verließ damit die Abstiegszone, während Darmstadt weiterhin auf dem vorletzten Platz rangiert. Zudem verschoss Marcus Mann (9.) einen Foulelfmeter für die Lilien, deren Nico Beigang (51.) noch die Gelb-Rote Karte sah.
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