Sport News :: Fussball News

SPORT NEWS:

SPORTWETTEN:

POKER

ARCHIV:

LINK EXCHANGE:

Merk nach Nürnberg-Spiel einsichtig | 2006-10-16


Nürnberg - Schon das deutsche Fußball-Sommermärchen war für den zweimaligen Weltschiedsrichter eine persönliche Enttäuschung - und auch nach der WM wird Markus Merk nicht glücklich.

Wir haben uns die TV-Bilder angeschaut, da gibt es keine zweite Meinung: Den Strafstoß würde ich nie mehr pfeifen, gab Merk nach seinem fehlerhaften Elfmeterpfiff zu, der dem 1. FC Nürnberg beim 1:1 gegen Arminia Bielefeld die fünfte sieglose Partie in Serie beschert hatte.

Doch auch das Eingeständnis des Unparteiischen konnte den aufgebrachten Club-Coach Hans Meyer nicht besänftigen. Ich habe mit ihm seit Monaten ein paar richtige Probleme. Ich habe das Gefühl, dass mit ihm über seine Leistung ganz schwer zu reden ist, echauffierte sich Nürnbergs Trainer.

Trotz der harschen Kritik wollte Merk von einer privaten Dauerfehde mit Meyer nichts wissen, sondern unterbreitete ihm stattdessen ein Versöhnungsangebot. Hans Meyer ist so ein erfahrener Mann, ich bin so ein erfahrener Mann. Das wäre noch die Höhe, wenn wir uns nicht finden würden, sagte der 44 Jahre alte Pfälzer. Doch selbst diesen verbalen Handschlag wies Meyer brüsk ab: Ich werde kein Wort mehr mit ihm reden.

Auch wenn der Nürnberger Trainer anderer Meinung war, konnte man Merk nach Schlusspfiff keine mangelnde Kritikfähigkeit vorwerfen. Allerdings hat es den Anschein, als ob der Weltschiedsrichter der Jahre 2004 und 2005 die für ihn unglücklich verlaufene WM noch nicht verdaut hat. Denn auch in einigen anderen Szenen machte er keinen sicheren Eindruck, so dass auch die Gäste aus Bielefeld unzufrieden waren. Wir sind nicht gut auf ihn zu sprechen, sagte Arminen-Kapitän Rüdiger Kauf.

Bei der Endrunde in Deutschland kam Merk, der auf die Leitung des Finales gehofft hatte, nur auf drei Vorrundeneinsätze. Nachdem er ausgerechnet im Nürnberger WM-Stadion Ghana gegen die USA einen unberechtigten Elfmeter zugesprochen hatte, waren Merk und sein Assistenten-Team danach von der FIFA nicht mehr eingesetzt worden. Wir haben wochenlang jeden Morgen das freiwillige Training absolviert. Wir haben uns schon irgendwo respektlos behandelt gefühlt, hatte der Zahnarzt aus Otterbach nach der WM geklagt und sich anschließend eine Ruhepause verordnet. Erst Mitte September gab der Bundesliga-Rekordschiedsrichter (295 Einsätze) sein Comeback beim Liga-Spiel zwischen Bremen und Stuttgart.

Meyer unterstellte Merk in dessen vierter Partie nach der Weltmeisterschaft in der entscheidenden Szene sogar Absicht. Mich hat der Pfiff nicht gewundert. So einen Elfmeter muss man geben wollen, sonst kann man ihn nicht geben, wetterte Meyer. Nach einer Flugeinlage von Arminen-Stürmer Artur Wichniarek, der von Nürnbergs Torhüter Raphael Schäfer deutlich sichtbar nicht berührt worden war, traf Merk die folgenschwere Fehlentscheidung. Den anschließenden Strafstoß verwandelte Ex-Nationalspieler Jörg Böhme (25.), Nürnberg gelang durch Jan Polak (39.) nur noch der Ausgleich.

Merks Nimbus als bester deutscher Schiedsrichter sehen seine einstigen Kollegen Manfred Amarell und Hellmut Krug nicht gefährdet. Stattdessen machte Amarell Merks Assistenten Jan-Henrik Salver, der nach Wichniareks Flugshow die Fahne gehoben hatte, für den falschen Pfiff verantwortlich: Das ist ja das Bittere: Das ist der erfahrenste Assistent, den wir in Europa haben, aber das passiert halt mal. Rückendeckung erhielt Merk auch von Krug. Wenn ein Schiedsrichter Fehler ganz vermeiden will, muss er mit dem Pfeifen aufhören, sagte der ehemalige FIFA-Referee.


Freiburg feiert 4:1-Sieg gegen Hannover
Ex-Bielefelder Diabang sichert Bochum ersten Sieg
Bauchfrei
Extra Fußball
Drei Neue für Advocaat, aber Pause für Ziege
Neid gibt Startschuss zur Tour de WM
Potsdamer Sorgen um die Frische
Mainzer Losglück: Teilnahme an UEFA-Cup-Quali
Katalanen und Basken spielen für Unabhängigkeit
Magdeburg schlägt Werder Bremen II mit 2:0

1559 | 1033 | 1973 | 1934 | 1884 | 13990 | 13541 | 13232 | 13573 | 13051 |