Berlin - Das Sportgericht des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) hat Schiedsrichter Klaus Brüning auf Lebzeiten ausgeschlossen.
Brüning hatte das wegen antisemitischer Vorfälle abgebrochene Spiel VSG Altglienicke II gegen TuS Makkabi II vom 26. September geleitet, bei der Verhandlung aber angegeben, keine diskriminierenden Sprüche vernommen zu haben. Damit darf Klaus Brüning von keinem BFV-Verein mehr als Mitglied geführt werden und auch nicht mehr als Schiedsrichter in diesem Bereich spielen. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.
Der Spielabbruch hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, weil die Mannschaft von Makkabi wegen angeblicher antisemitischer Sprüche und Gesänge aus dem Zuschauerbereich nach 78 Minuten das Spielfeld verlassen hatten. Das BFV-Sportgericht hat das abgebrochene Spiel neu angesetzt. Altglienicke muss die nächsten zwei Pflichtspiele nach Rechtskräftigkeit des Urteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Zudem müssen Spieler, Trainer und Betreuer des gastgebenden Vereins auf eigene Kosten ein Seminar gegen Rassismus besuchen.