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Potsdam und Frankfurt unter Erfolgsdruck | 2006-10-17


Berlin - Die einen benötigen eine große Leistungssteigerung, die anderen wünschen sich ein kleines Fußball-Wunder: Im UEFA-Pokal der Frauen stehen der 1. FFC Frankfurt und 1. FFC Turbine Potsdam am Scheideweg.

Während die Ausgangsposition der Hessinnen nach dem 1:2 im Viertelfinal-Hinspiel beim norwegischen Meister Kolbotn IL noch recht vielversprechend erscheint, steht Potsdam gewaltig unter Erfolgsdruck. Der deutsche Meister und Pokalsieger unterlag beim dänischen Titelträger Bröndby Kopenhagen mit 0:3. Potsdams Nationalspielerin Britta Carlson versicherte aber vor dem Rückspiel: Wir haben uns noch nicht aufgegeben, wir gewinnen 4:0.

Der souveräne Bundesliga-Tabellenführer Frankfurt empfängt das mit neun norwegischen Nationalspielerinnen besetzte Spitzenteam. Durch das immens wichtige Auswärtstor von Sandra Smisek im Hinspiel stehen die Chancen gar nicht mal schlecht, dass Cup- Verteidiger Frankfurt zum fünften Mal in das Semifinale des UEFA- Pokals einzieht.

Wenn wir volle Aufmerksamkeit, Einsatz und Laufbereitschaft zeigen, stärker in die Zweikämpfe gehen und an unserer Chancenverwertung feilen, bin ich sehr optimistisch, sagte Trainer Hans-Jürgen Tritschoks. Der Coach muss weiter auf Pia Wunderlich, Sarah Günther und Karolin Thomas (alle verletzt) verzichten. Der Einsatz von Nationalspielerin Steffi Jones ist ungewiss.

Trainer-Kollege Bernd Schröder kann in Babelsberg nicht auf die operierte Leistungsträgerin Navina Omilade (Bänderrisse im linken Ellenbogen) zurückgreifen. Sorgen bereiten ihm auch die darauf folgende Aufgabe, am Sonntag empfängt Turbine den FCR Duisburg im DFB-Pokal: Was nützt es, wenn wir uns gegen Bröndby voll auspowern, unterm Strich vielleicht mit einem Tor Differenz unterliegen, uns dann aber gegen Duisburg die Körner fehlen und wir rausfliegen?

Mittelfeldspielerin Britta Carlson, die nach ihrer Knieblessur wieder besser in Tritt kommt, sieht ihr neu formiertes und verjüngtes Team nach schwachem Bundesliga-Start auf dem Weg der Besserung. Ein Aufwärtstrend war erkennbar, sagte sie nach dem 3:1 zuletzt beim Hamburger SV. Doch auch sie ahnt: Bröndby reicht ein Tor, dann ist es für uns vorbei. Schröder macht sich und seinen Schützlingen mit Hinweisen auf diverse Europacup-Wunder deutscher Clubs Mut. Und er glaubt: Die Däninnen werden nicht noch mal so gut spielen wie vorige Woche und wir nicht noch mal so schlecht. Ein schnelles Tor muss her.


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