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Werder boykottiert wegen bwin-Streit Amateur-Turnier | 2006-10-17


Bremen - Werder Bremen schlägt im Streit um den privaten Sportwettenanbieter und Hauptsponsor bwin einen härteren Kurs ein. Der Fußball-Bundesligaclub wird mit seinem Regionalliga-Team nicht am Bremer Amateur-Hallenturnier am 17. Dezember teilnehmen.

Das Turnier wird von der Bremer Toto und Lotto GmbH gesponsert, die gegen bwin Klage vor dem Landgericht Bremen erhoben hat. Werder-Geschäftsführer Manfred Müller bezeichnete den Boykott und die Aufkündigung der Zusammenarbeit mit der Toto und Lotto GmbH als ein erstes Zeichen.

In Bremen hat das Oberverwaltungsgericht die Werbung für bwin verboten. Der Bundesligist spielt nach dem Urteil mit der Aufschrift we win! auf seinen Trikots. Gegen die Verwendung dieses Schriftzugs klagt Toto-Loto Bremen vor dem Landgericht Bremen. Nachdem die Zusage, gegen den Slogan we win! nicht vorzugehen, nicht eingehalten wird, müssen wir uns wehren, erläuterte Müller das Vorgehen des Vereins.

Für den Sportwettenanbieter bwin, der auch Hauptsponsor des Zweitligisten TSV 1860 München ist, darf nach Gerichtsurteilen in mehreren Bundesländern nicht geworben werden. Nach Angaben des Wirtschaftsmagazins Sponsors erwägt das Unternehmen deshalb eine Einschränkung seines bisherigen Engagements im Sport-Sponsoring. Nach Schätzungen investiert die Firma rund 25 Millionen Euro im Jahr in diesen Bereich.


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