Aachen - Fußball-Deutschland sorgt sich um Egidius Braun. Der 81 Jahre alte ehemalige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist bei einem Spaziergang unweit seines Wohnsitzes in Aachen nach einem Schlaganfall zusammengebrochen.
Sein Zustand hat sich inzwischen stabilisiert. Er ist auf dem Weg der Besserung, sagte Sohn Rolf Braun der dpa. Nach Informationen der Bild-Zeitung war Braun am Vortag von Passanten gefunden und vom alarmierten Rettungsdienst per Hubschrauber in eine Klinik geflogen worden. In einer Notoperation wurde ein Blutgerinnsel entfernt. Der langjährige Chef des größten Sport-Fachverbandes der Welt hatte bereits vor sechs Jahren einen Schlaganfall erlitten.
Besorgt reagierte DFB-Präsident Theo Zwanziger auf die Nachricht vom erneuten Schlaganfall: Egidius Braun ist für mich außerhalb der Familie die Persönlichkeit, die ich am meisten verehre. Wir wünschen und hoffen, dass er es mit seiner Kraft und Energie erneut schafft und bald wieder in den Kreis seiner Familie zurückkehren kann, hieß es in einer DFB-Mitteilung.
Noch Tag vor dem Zusammenbruch war Egidius Braun zusammen mit Zwanziger und dem Weltmeister von 1974, Wolfgang Overath, Gast bei der Neueinweihung der Sportschule Hennef gewesen. Eigentlich wollte mein Vater Bayer Leverkusen zum UEFA-Cup-Spiel nach Brügge begleiten, sagte Rolf Braun.
Egidius Braun wurde im Oktober 1992 als Nachfolger des verstorbenen Hermann Neuberger zum achten DFB-Präsidenten gewählt. Von 1988 bis 2000 war er Mitglied im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Der DFB hatte ihn nach seiner Amtsübergabe an Gerhard Mayer-Vorfelder (2001) mit der Ernennung zum Ehrenpräsidenten ausgezeichnet und dessen Lebenswerk mit der Gründung der DFB-Stiftung Egidius Braun für soziale Integration, Kinder in Not und Mexiko-Hilfe gewürdigt.
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