Patschinski-Sperre für fünf Spiele rechtskräftig | 2006-10-18
Berlin - Nico Patschinski vom Regionalliga-Spitzenreiter 1. FC Union Berlin ist nach seiner Roten Karte nach einer Tätlichkeit gegen den VfL Osnabrück vom DFB-Sportgericht für fünf Meisterschaftsspiele gesperrt worden.
Wie der Verein informierte, haben die Berliner dem vom Kontrollausschuss vorab angekündigten und ausführlich begründeten Strafmaß zugestimmt. Laut schriftlichem Bescheid vom 18. Oktober ist das Urteil nun rechtskräftig. Patschinski wurde zu Gute gehalten, dass er vom Gegenspieler verbal provoziert worden ist und seit etlichen Jahren nicht negativ auffällig war.
Einen Teil der vereinsintern Geldbuße für seinen Feldverweis spendet der Routinier nach Absprache mit dem 1. FC Union einer karitativen Einrichtung. Ein soziales Jugendprojekt in Osnabrück wird dieses Geld erhalten. Damit die Leute dort erfahren, dass Ossis nicht so sind, wie sie mein Gegenspieler betitelt hat, sagte Nico Patschinski.
Vor dem Freitag-Spiel in Düsseldorf hat Trainer Christian Schreier reichlich Besetzungsprobleme: Neben Patschinski fehlt auch Sebastian Bönig (Gelb-Rot), zudem ist ein Comeback-Versuch von Torjäger Daniel Teixeira gescheitert. Der 38-Jährige verletzte sich am Dienstag im Training erneut am lädierten Knie. Mannschaftsarzt Roland Berg diagnostizierte am Mittwoch eine Innenband-Dehnung. Der Torjäger wird nach Vereinsangaben weitere drei bis vier Wochen ausfallen.