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Eintracht heiß auf Palermo - Traum geht weiter | 2006-10-18


Frankfurt/Main - Im Kampf David gegen Goliath setzt Eintracht Frankfurt zum Auftakt der UEFA-Cup-Gruppenphase auf die eigene Stärke und die Unterstützung der Fans.

Der Traum geht weiter. Wir werden versuchen, mit dem Publikum im Rücken unsere Chance beim Schopf zu packen und zu gewinnen, sagte Eintracht-Torjäger Ioannis Amanatidis vor dem Zwischenrunden-Aufgalopp gegen den Gruppen-Favoriten US Palermo.

Die schwere Aufgabe gegen den Tabellendritten der italienischen Serie A empfinden die nach elfeinhalb Jahren auf die große Fußball-Bühne zurückgekehrten Hessen als Kür. Ein internationales Spiel vor fast ausverkauftem Haus - da kann die Vorfreude gar nicht größer sein. Wir können Palermo schlagen, sagte Markus Pröll. Der bislang überragende Torhüter, der beim 1:1 in Hannover seinen dritten Elfmeter in dieser Saison hielt, setzt auf die Steigerungsfähigkeit seiner Teamkollegen und die heimische Kulisse: Wir werden eine andere Mannschaft sehen als gegen Hannover. Und die Fans werden uns nach vorne peitschen.

Auch Trainer Friedhelm Funkel blickt der fast ausverkauften Partie, für die bislang 43 600 Tickets verkauft wurden, erwartungsfroh entgegen. Ich hoffe, das Stadion wird wieder ein Hexenkessel sein. Dann haben wir auch eine Chance, gegen Palermo zu gewinnen, meinte Funkel. Allerdings warnte er vor zu großer Euphorie. Es wird sehr schwer. Wir sind Außenseiter, haben eine andere Zielsetzung als die anderen vier Teams in der Gruppe. Wir werden aber unser Bestes geben und versuchen, unsere Heimspiele zu gewinnen, sagte der Eintracht-Coach.

Im Hurra-Stil werden die Frankfurter allerdings nicht agieren. Funkel verordnete seinem Team als Taktik eine kontrollierte Offensive. Gegen eine italienische Top-Mannschaft wie Palermo darf man nicht ins offene Messer laufen. Die Null muss stehen, forderte Funkel von seiner Elf Geduld und eine konzentrierte Abwehrleistung. Man dürfe sich auch nicht von der rustikalen Gangart der Sizilianer aus dem Konzept bringen lassen. Meine Spieler wissen, was auf sie zukommt. Sie müssen sich wehren, sagte Funkel.

Funkel beobachtete die Italiener zuletzt beim 2:3 gegen Atalanta Bergamo, einen Tag vor der Partie stimmte er sein Team per Video auf den Gegner ein. Palermo hat eine sehr robuste, starke Mannschaft. Die sind technisch sehr beschlagen und haben eine gute Raumaufteilung, beschrieb Funkel die Stärken. Entsprechend groß ist der Respekt.

Angst hat der vorjährige DFB-Pokalfinalist aber nicht. Wir haben in der Bundesliga schon gegen Leute gespielt, die mehr Klasse haben als die Spieler von Palermo, tönte Amanatidis selbstbewusst. Und Sturmpartner Michael Thurk, der Palermo stärker als die anderen Gruppengegner Newcastle United, Celta Vigo und Fenerbahce Istanbul einschätzt, erklärte zuversichtlich: Bröndby Kopenhagen war auch nicht einfach und wir haben trotzdem gewonnen.


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