Johannesburg - Südafrikas WM-Organisationskomitee (LOC) hat die bisherigen Planungen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 verteidigt.
Chefplaner Dany Jordaan wies Berichte über eine angebliche Kostenexplosion im südafrikanischen Rundfunk zurück: Nein, absolut nicht. Ich weiß nicht, wo diese Besorgnis wieder herkommt. So, wie sich die Lage heute präsentiert, gibt es kein rotes Flaggensignal. Die immer wieder aufkommenden Zweifel an Südafrikas Fähigkeit zur fristgerechten Errichtung der WM-Stadien führte der LOC-Vorsitzende Irvin Khoza auf weltweit verbreiteten Afro- Pessimismus zurück.
Im Vorfeld eines Besuchs von FIFA-Präsident Joseph Blatter kommende Woche hatte Khoza in Johannesburg betont: Alles läuft wie geplant; die Arbeit an den fünf neuen WM-Stadien soll nach den Planungen Anfang kommenden Jahres beginnen und die Zeitpläne für die Fertigstellung liegen in den von der FIFA geforderten Zeitrahmen. Auf Fragen nach der Sicherheit der WM-Fans angesichts der ausufernden Gewalt am Kap meinte Khosa: Das ist kein Fußball-Problem, sondern ein Problem für jeden Südafrikaner.
In den vergangenen Jahren habe Südafrika jedoch elf große internationale Veranstaltungen organisiert, bei denen keine ernsthaften Zwischenfälle bekannt geworden seien. Das Problem der Sicherheit müsse nicht erst 2010, sondern schon jetzt gelöst werden.
Finanzminister Trevor Manuel will kommende Woche im Parlament ein Budget von umgerechnet 1,4 Milliarden Euro (12 Milliarden Rand) für die Vorbereitungen verkünden und damit den Startschuss für den Baubeginn der Stadien geben. Insgesamt sind fünf Arena-Neubauten vorgesehen - die anderen sieben Stadien sollen modernisiert und ausgebaut werden. Die Fertigstellung ist bis spätestens Ende 2009 geplant. Fußball-Weltverbandspräsident Blatter wird vom Wochenende an an einer WM-Vorbereitungskonferenz in Südafrika teilnehmen.
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