Zürich - FIFA-Präsident Joseph Blatter hat vor einer voranschreitenden Einmischung staatlicher Instanzen in den Fußball gewarnt.
Ungeachtet der unbestrittenen Pflicht, nationale Gesetze einzuhalten, muss die Welt des Fußballs vor den insbesondere in Europa zunehmenden Versuchen seitens von Regierungen, sprich supranationalen Regierungsorganisationen, den weltweit beliebtesten Sport zu kontrollieren, auf der Hut sein, sagte Blatter am FIFA-Sitz in Zürich. Gemeinsam mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) wolle man den Kampf gegen staatliche Einmischung vorantreiben.
Die FIFA-Statuten verbieten eine Einmischung nationaler Politik in die Organisation der jeweiligen Landesverbände. Als härteste Strafe sieht der Weltverband einen Ausschluss von allen Wettbewerben vor. Im Sommer hatten Streitigkeiten mit Griechenland für Aufsehen gesorgt. Eine Disqualifikation des Europameisters von der EM-Qualifikation konnte aber nach mehreren Krisensitzungen abgewendet werden. Unter besonderer Beobachtung stehen derzeit die Fußball-Verbände aus Algerien, Kambodscha, Iran, Nigeria, Polen und Portugal.
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