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Club zieht positive Bilanz | 2006-10-18


Nürnberg - Der 1. FC Nürnberg will wieder zur einer Top-Adresse im deutschen Fußball werden. Wir wollen uns langfristig unter den ersten fünf bis sechs Mannschaften in der Bundesliga etablieren, sagte Präsident Michael A. Roth auf der Bilanz-Pressekonferenz in Nürnberg.

Bei einem Umsatz von 36,2 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2005/06 erwirtschaftete der fränkische Traditionsverein einen Gewinn von einer Million Euro und reduzierte die Schulden von 7,4 Millionen Euro aus der Saison 2004/05 auf fünf Millionen Euro.

Die positive Bilanz brachte Roth fast ins Schwärmen. In zwei bis drei Jahren stehen wir wirtschaftlich glänzend da, sagte der Teppichhändler, warum sollen wir nicht auch sportlich an die alten Zeiten anknüpfen? Trotz der finanziellen Konsolidierung - vor Jahresfrist verbuchte der FCN noch ein Minus von 600 000 Euro - und des mit viel Euphorie begleiteten Saisonstarts ändert sich an der Zielsetzung für die laufende Spielzeit nichts. Platz acht bis zwölf sei nach wie vor die Vorgabe, betonte Roth und forderte, Ansprüche und Erwartungen auf ein normales Maß zu reduzieren.

Wir haben ein gutes Jahr hingelegt, sagte der geschäftsführende Vizepräsident Ralf Woy und vermeldete auch die die Reduzierung der Privatschulden von 4,7 auf 2,5 Millionen Euro. FCN-Chef Roth erwartet für diese Saison erneut ein gutes wirtschaftliches Ergebnis, will dabei aber auf Spielerverkäufe wie zuletzt von Jung-Star Stefan Kießling an Bayer Leverkusen verzichten. Wir wollen keine Leistungsträger mehr abgeben. Weit über der Kalkulation liegende Zuschauerzahlen und mehr TV-Gelder versprechen dem Club eine finanziell gute Zukunft.

Es ist fast unmöglich, bei einem Fußballclub den Schuldenberg abzubauen und dennoch den sportlichen Erfolg zu ermöglichen, sagte Roth mit Blick zurück auf den Anfang seiner inzwischen zwölf Jahre andauernden zweiten Amtszeit, als er den Verein mit 30 Millionen Mark Schulden übernommen hatte. Jetzt sind wir etwa da, wo ich hin wollte. Der Club kann sich wieder sehen lassen, sagte Roth.


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