Hamburg - Jetzt erst recht: Trainer Thomas Doll und der Vorstand des Hamburger SV demonstrieren in der größten Krise seit zwei Jahren ihren Zusammenhalt und verteidigen die gemeinsame Arbeit.
Ich habe kein Verständnis dafür, wenn ich Rufe höre wie Vorstand raus, sagte Doll. Für ihn selbst gab es nach dem Porto-Debakel (1:4) nicht nur Treueschwüre des Vorstandes, sondern auch viele Sympathiebekundungen von HSV-Fans.
Gerade Sportchef Dietmar Beiersdorfer und Präsident Bernd Hoffmann würden sich 15 bis 16 Stunden pro Tag für den Verein zerreißen, führte Doll an. Es ärgert mich, dass unser Vorstand dafür schuldig gemacht wird, wenn es nicht so gut läuft, ergreift er Partei für das Team an der Spitze des ins Schlingern geratenen Traditionsclubs. Gegenwind sei normal, aber in der jetzigen Lage sei es wichtig, dass wir an uns glauben, betonte der Coach des Bundesliga-Siebzehnten vor der Partie in Leverkusen. Er freue sich über die Rückendeckung im HSV, was seinen Job angehe: Es ist angenehm, aber kein Freifahrtschein.
Dass weder Doll noch Beiersdorfer daran denken, vorzeitig hinzuschmeißen, unterstreicht der Sportliche Leiter vehement: Wir legen das Ganze nicht nur auf ein bis zwei Jahre an. Wir sind sicher, dass wir gemeinsam die Trendwende schaffen werden. Mit das Ganze meint der ehemalige HSV-Kapitän eine positive Entwicklung in allen Bereichen, wozu Nachwuchsabteilung, Scouting und auch die Vermarktung gehören. Doch in der Krise hilft es nur begingt, dass das Stadion fast immer ausverkauft ist, der Absatz von HSV-Trikots Rekorde bricht und die Regionalliga-Mannschaft auf dem zweiten Platz steht.
Dazu kommen stetig neue Schreckensmeldungen aus der medizinischen Abteilung wie der Ausfall von Nigel de Jong (Knie) und Raphael Wicky (Wade) über Wochen. Einzig die Rückkehr von Regisseur Rafael van der Vaart nach acht Wochen Pause wegen einer Oberschenkelverletzung stimmt optimistisch. Ich denke, dass ist genau der richtige Zeitpunkt, dass der Kapitän an Bord geht, meint Doll.
Doch der niederländische Nationalspieler warnt vor zu großen Erwartungen an seine Person: Ich möchte der Mannschaft helfen, aber ich allein kann es nicht richten. Das kann nicht einmal der beste Spieler der Welt. Die Statistik stimmt allerdings optimistisch: Der Techniker wirkte in der vergangenen Spielzeit in acht Auswärtspartien mit - alle acht wurden gewonnen.
Stadionverbot: Taxis dürfen nicht vorfahrenJesus spielt mit - das Neue Testament fürs StadionOffenbach weiter vorn - Aalen zeigt Feucht Grenzen aufSchwacher VfB von Bayern mit 1:3 vorgeführtSüdafrikas WM-Vorbereitungen treten in neue PhaseBVB: DFL beobachtet und denkt über Hilfe nachJakob Kuhn: Sie haben uns nicht geschlagenDie Statistik der 2. Bundesliga - 8. SpieltagWirbel um Beckham - Oranjes üben ElferNachholspiel in Braunschweig noch unsicher1803 |
1495 |
1512 |
1810 |
1258 |
13188 |
13171 |
13587 |
13639 |
13837 |