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Glück für Union Berlin - Dresden herzlos | 2006-10-22


Leipzig - Der beim Spitzenspiel in Düsseldorf unterlegene 1. FC Union Berlin ist in der Fußball-Regionalliga Nord mit einem blauen Auge davongekommen. Trotz der 1:2-Niederlage bei der Fortuna behaupteten die Eisernen nach dem 12. Spieltag die Tabellenführung.

Uns dies trotz einer Partie weniger gegenüber den punktgleichen Verfolgern Werder Bremen II und Düsseldorf. Dahinter liegen allein fünf Teams mit maximal nur zwei Zählern Rückstand in Lauerstellung. Selbst der auf Rang neun liegende FC Rot-Weiß Erfurt hat nur vier Punkte Abstand.

Werder verdiente sich den Sprung auf Rang zwei mit dem ersten Auswärtssieg beim 4:1 in Dresden. Dynamo verpasste nicht nur den Sprung an die Spitze, sondern verlor damit erstmals zu Hause, enttäuschte 11 342 Fans und rutschte auf Rang acht ab. Dynamo-Trainer Norbert Meier polterte danach: Für diese herzlose Leistung müssen wir uns bei den Zuschauern entschuldigen. Ich werde die Zügel anziehen.

Dagegen wollte Union-Coach Christian Schreier nach dem 1:2 in Düsseldorf mit seinem Team nicht hart ins Gericht gehen, denn der entscheidende Treffer fiel durch einen zweifelhaften Foulelfmeter in der Nachspielzeit. Dieses Elfmeter-Geschenk ist traurig genug, sagte der Berliner Trainer. Fortuna-Coach Uwe Weidemann lobte sein Team: Wie die Mannschaft gegangen ist, war unglaublich. Klar, dass wir dem Tempo am Ende etwas Tribut zollen mussten. Denn Union war in der Schlussphase zwischenzeitlich zum Ausgleich gekommen.

Der aufstiegsambitionierte VfB Lübeck wittert wieder Morgenluft. Mit dem 2:0-Sieg beim 1. FC Magdeburg hält die Mannschaft von Bernd Hollerbachs wieder Kontakt zur Spitze und fügte dem Aufsteiger zugleich die erste Heimniederlage zu. Wir haben unsere Chance nach einem Standard genutzt, sagte der VfB-Coach zum Führungstor. In der Schlussphase hätten wir nach Kontern sogar noch mehr als nur das zweite Tor nachlegen müssen. Magdeburgs Trainer Dirk Heyne war indes enttäuscht: Lübeck stand gut und meine Spieler konnten von den Gästen in puncto Zweikampfverhalten einiges lernen.

Der FC St. Pauli feierte im Nordderby bei Holstein Kiel den ersten Auswärtserfolg. Bereits vor dem 2:1 hatte Trainer Andreas Bergmann eine härtere Gangart am Millerntor angekündigt: Die Zeit des Redens ist vorbei. Danach sagte er: Die Mannschaft hat an sich geglaubt, aber es wird noch ein sehr harter Weg, heute haben wir nur einen Schritt getan.


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