JUBILÄUM: Roy Makaays Anschlusstor zum 1:3 in Bremen war der 3000. Bayern-Treffer in der Bundesliga-Historie.
Im Gipfeltreffen brachte der Treffer zwar nichts ein, doch in der Statistik ist Bayern nicht so schnell von der Spitze zu verdrängen: In der Ewigen Tabelle der Bundesliga liegt der Rekordmeister noch stolze 472 Punkte vor Bremen - und das bei einer Saison weniger. Die früheren Bayern-Jubiläumstore erzielten Wolfgang Rausch 1978 ebenfalls gegen Werder (1000.) und Mazinho 1991 gegen Düsseldorf (2000.). Bayerns erstes Bundesliga-Tor überhaupt gelang Rainer Ohlhauser am 21. August 1965 gegen Frankfurt.
JUBILÄUM II: Torhüter Simon Jentzsch vom VfL Wolfsburg lieferte in seinem 200. Bundesliga-Spiel zwar eine Klasseleistung ab. Ein Sieg wäre mir aber lieber gewesen, gestand der 30 Jahre alte Schlussmann nach dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart. 101 Erstliga-Begegnungen bestritt Jentzsch für den VfL, die übrigen für den Karlsruher SC (6) und den TSV 1860 München (93).
ROTE KARTE: Den Anhängern des FC Bayern München ging die Aktion Zeig dem Rassismus die Rote Karte offenbar nicht weit genug. Vor dem Spiel in Bremen entrollten sie am Samstag im Weserstadion ein Spruchband mit der Aufschrift: Eine Rote Karte löst nicht das Problem, in der Gesellschaft muss was geschehen.
SELECAO: Eigentlich hatte sich Brasiliens Nationalcoach Carlos Dunga zum Bundesliga-Gipfel in Bremen angekündigt, doch dann sagte er kurzfristig ab. Im Gegensatz zu Bayerns Lucio ließen sich die beiden Bremer Anwärter auf die Selecao, Naldo und Diego, in ihrem Eifer nicht bremsen. Trainer Thomas Schaaf warb anschließend für seinen Dribbelkünstler: Dunga ist ein Fachmann, er weiß, dass er Diego beim nächsten Spiel dabei haben sollte. Dunga wollte sich am Abend im ZDF-Sportstudio nicht festlegen, sagte aber immerhin: Diego hat jetzt eine Mannschaft und einen Trainer gefunden, die ihn verstehen. Das ließ sich bislang nicht über jeden Brasilianer in der Liga sagen.
HAARIG: Abwehrspieler Nico Herzig von Alemannia Aachen ist ein Widerständler. Jedenfalls bei der Entscheidung für seine blonde Langhaar-Frisur. Die habe er sich am Ende seiner fußballerischen Ausbildungszeit beim FC Wimbledon in England zugelegt - um den Co- Trainer zu ärgern, wie Herzig in der Stadion-Zeitschrift Tivoli- Echo offenbarte. Der Co sei fast wie ein Kommandeur bei der Armee gewesen. Und gegen lange Haare. Bleibt nur die Frage zu klären, warum inzwischen doch viele Bundesliga-Profis eine Matte tragen. Protest gegen Kasernen-Ton der Trainer? Oder einfach der Gang mit der Mode?
LIEBLINGSGEGNER: Erst vier Mal stand Tim Hoogland bei den Schalker Profis in der Startelf. Drei Mal hieß der Gegner Hannover 96, immer ging die Revier-Elf als Sieger vom Platz. Ende Februar 2005 bestritt der Abwehrspieler beim 1:0 über 96 sein bis dato letztes Erstliga- Spiel. 50 Stunden später zog er mit den Knappen durch ein 3:1 gegen denselben Gegner ins DFB-Pokalhalbfinale ein. Sein Comeback nach fast 20 Monaten beim 2:1 am Samstag verdankte der Jungprofi Marcelo Bordons Ausfall. Ich war vorher ziemlich nervös, gestand Hoogland. Aber als das Spiel lief, war die Aufregung verflogen.
ARMINOFON: Als erster Bundesliga-Club bietet Arminia Bielefeld seinen Fans Mobile Merchandising an. Konkret heißt das: Man kann sich künftig die Handy-Mobilbox von fünf Bundesliga-Profis der Arminia besprechen lassen. Mathias Hain, Jörg Böhme, Heiko Westermann, Sibusiso Zuma und Thorben Marx haben jeweils eine originelle Ansage in einem Tonstudio aufgesagt, die man sich über die Homepage des Clubs auswählen kann.
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