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Remis-Rekord für Eintracht - 2:2 gegen Nürnberg | 2006-10-23


Frankfurt/Main - Als der außergewöhnliche Bundesliga-Rekord von sieben Unentschieden in acht Spielen perfekt war, erhielt Eintracht Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel ironische Glückwünsche von seinem Kollegen Hans Meyer.

Friedhelm, du bist der Remis-König. Dazu gratuliere ich dir, kommentierte der Club-Coach in gewohnt süffisanter Art und Weise das Standard-Ergebnis der beiden einzigen in dieser Saison noch ungeschlagenen Bundesligateams.

Meyer hatte nach dem 2:2 (1:1) - dem sechsten Remis der Franken - gut Lachen. Während sich seine Mannschaft mit 12 Punkten auf Rang 5 verbesserte, tritt die Eintracht mit 10 Punkten als Tabellen-Zwölfter auf der Stelle. Beim Unentschieden in München hatten wir den lieben Gott auf unserer Seite, in Cottbus haben wir die Partie klar beherrscht, heute ging das Remis in Ordnung, erklärte Meyer.

Der verpassten Möglichkeit, mit einem Sieg auf Rang drei vorzupreschen, trauerten die Nürnberger nicht hinterher. Wir schauen immer noch nach unten und versuchen, uns von dort fern zu halten. Wir sind noch keine Spitzenmannschaft. Dazu fehlen uns die Abgeklärtheit und Kaltschnäuzigkeit. Aber es kann sich entwickeln, vielleicht sind wir in fünf, sechs Jahren so weit, sagte der überragende FCN-Torwart Raphael Schäfer, der angebliche Kontakte mit dem VfB Stuttgart dementierte.

Ähnlich wird die Situation in Frankfurt eingeschätzt. Ich weiß, wo meine Mannschaft am Ende der Saison stehen kann. Dort, wo wir jetzt sind. Der 12. Platz ist ein realistisches Ziel, erklärte Funkel. Daher zeigte sich der Eintracht-Trainer nicht unzufrieden. Wir haben leidenschaftlich um den Sieg gekämpft. Es macht Spaß, dieser Mannschaft zuzuschauen, lobte Funkel den spielerisch allerdings wenig überzeugenden Auftritt der Hessen.

Seine Spieler waren da kritischer, vor allem in der Bewertung des Ergebnisses. Es ist ärgerlich, dass wir wieder nicht gewonnen haben, sagte Michael Fink. Ausgleichsschütze Albert Streit murrte: Irgendwann müssen wir zu Hause mal einen Dreier einfahren. Und Ioannis Amanatidis, der die Gastgeber mit seinem vierten Saisontor per Handelfmeter in Führung gebracht hatte, haderte: Wir waren zu unkonzentriert, das darf nicht passieren.

Vor allem beim schnellen Ausgleich durch Ivan Saenko standen die Frankfurter Pate, als Benjamin Huggel dem Torschützen den Ball auf dem Silbertablett servierte. Beim zwischenzeitlichen 1:2 fälschte Aleksandar Vasoski einen Freistoß von Javier Pinola unhaltbar ab. Funkel räumte zumindest ein, dass ihm die Serie langsam auf die Nerven gehe. Natürlich hätten wir gerne mal wieder gewonnen, aber die Bundesliga ist kein Wunschkonzert. Wichtig ist, dass wir nicht verloren haben, erklärte der Trainer, der zum Abschluss noch einmal mit dem trockenen Humor seines Nürnberger Kollegen konfrontiert wurde. Friedhelm, du hast zwei Punkte zu Hause verloren, ich habe auswärts einen gewonnen.


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