London - Trainer José Mourinho verlässt den englischen Erstligisten FC Chelsea, teilte der Club, bei dem auch der deutsche Nationalspieler Michael Ballack unter Vertrag steht, in der Nacht zum Donnerstag auf seiner Internetseite mit.
Der Erstligist und der Chefchoach würden sich im gegenseitigen Einverständnis am 20. September trennen, hieß es dort. Britische Medien hatten zuvor berichtet, Mourinho habe einigen Spielern nach der Blamage des FC Chelsea in der Gruppenphase der Champions League gegen Favoritenschreck Rosenborg Trondheim (1:1) aus Norwegen per SMS überraschend mitgeteilt, er verlasse Chelsea.
Die britische Nachrichtenagentur PA berichtete weiter, die Führung des englischen Erstligisten sei von dem Schritt des Portugiesen überrascht worden. Mourinho habe fünf Spieler per SMS über seinen Schritt informiert. Gegen Mitternacht habe dann die gesamte Mannschaft Bescheid gewusst, schrieb PA weiter.
Mourinho hatte im Sommer 2004 seine äußert erfolgreiche Karriere an der Stamford Bridge begonnen. Das Unentschieden in der Champions League war das dritte sieglose Spiel des FC Chelsea hintereinander. In der englischen Meisterschaft steht der Verein von Multimilliardär Roman Abramowitsch nur auf Platz fünf. Mourinho hatte 2005 einen Fünf-Jahresvertrag mit dem Club unterschrieb. Zwischen Mourinho und Abramowitsch soll es seit Monaten Spannungen geben, hieß es außerdem.
Chefcoach Mourinho hatte Ballack nach Absprache mit der medizinischen Abteilung des FC Chelsea überraschend nicht für die Gruppenphase der Champions League nominiert, in die Chelsea gegen Rosenborg Trondheim startete. Seit fünf Monaten laboriert der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft an einer Verletzung im linken Sprunggelenk, zwei Mal wurde er in Deutschland operiert.
Zuletzt hatten Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Teammanager Oliver Bierhoff scharfe Kritik am Umgang des englischen Premier-League-Clubs mit Ballack geäußert. Michael will jetzt einfach ein Stück Ruhe haben und nicht, dass es jetzt permanent hin- und hergeht zwischen uns und Chelsea. Er möchte fit werden, daran arbeitet er, sagte Löw in der Sport Bild.
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