Nyon - Das Team von Trainer Dieter Eilts muss in den beiden Playoff-Partien in einem Monat ausgerechnet den Erzrivalen England bezwingen, um den Traum vom ersten Europameisterschafts-Titel in dieser Altersklasse nicht vorzeitig platzen zu lassen.
Der Fußball-Klassiker ist perfekt, die dritte EM-Teilnahme für die deutsche U-21-Nationalmannschaft dagegen noch lange nicht. Die Engländer sind natürlich der schwerste Gegner, den wir ziehen konnten. Wir müssen es nehmen, wie es gekommen ist, kommentierte Eilts vom Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt/Main aus die Auslosung im schweizerischen Nyon.
Gespielt wird am 6. Oktober in England, das Rückspiel steigt am 10. Oktober in Deutschland. Die Austragungsorte sind noch nicht bekannt. Das ist ein absoluter Klassiker, meinte Eilts, der nach seinem EM-Titel mit der A-Nationalmannschaft vor zehn Jahren in England selbst höchsten Respekt auf der Insel genießt. Nur der Sieger aus den beiden Begegnungen löst das Ticket für die Endrunde der U-21- EM vom 10. bis 23. Juni 2007 im Land des gesetzten Titelverteidigers Niederlande.
Qualifiziert hatte sich das deutsche Team für das Achtelfinale mit einem 5:1-Erfolg über Rumänien. Vier Tage zuvor hatte die DFB-Auswahl Nordirland 3:2 bezwungen. Die Briten indes schafften den Sprung in die nächste Runde nur durch einen mühsamen Last-Minute- Erfolg über die Schweiz (3:2).
Die Engländer von Coach Peter Taylor sind für die Eilts-Schützlinge kein unbekannter Gegner. Bereits in der vergangenen EM- Qualifikation waren beide Teams aufeinander getroffen. Beide Male waren es packende Partien - allerdings ohne einen Sieger. Das Spiel im englischen Hull endete 2:2, das Rückspiel in Mainz 1:1. Wir haben da zwei tolle Spiele erlebt, blickte Eilts zurück. Nicht unbedingt einen Kracher hatte sich zwar Torwart Michael Rensing (Bayern München) noch vor der Auslosung gewünscht. Aber wir wissen, dass wir jede Mannschaft schlagen können. Eine härtere Bewährungsprobe konnte nun nicht kommen.
In den weiteren sechs Playoffspielen kommt es zum südeuropäischen Gipfeltreffen zwischen dem fünfmaligen Champion Italien und Spanien. Zudem treten Belgien gegen Bulgarien, die Tschechische Republik gegen Bosnien-Herzegowina, Russland gegen Portugal, Serbien gegen Schweden und Frankreich gegen Israel um die zu vergebenden Endrunden-Plätze an.
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