Pirmasens - Drei Tage vor dem schweren Champions League- Auftakt beim FC Chelsea hat sich Werder Bremen in der ersten Runde des DFB-Pokals gründlich blamiert.
Der fünfmalige Pokalsieger verlor beim Süd-Regionalligisten FK Pirmasens im Elfmeterschießen mit 2:4 (1:1, 1:1, 0:0) und schied damit sang- und klanglos aus. Mann des Tages bei den Gastgebern war Torhüter Reiner Schwartz, der im Elfmeterschießen gegen Ivan Klasnic und Hugo Almeida parierte. Werder-Kapitän Frank Baumann sah in der 110. Minute die Gelb-Rote Karte.
Die 10 000 Zuschauer im erstmals ausverkauften Pirmasenser Sportpark Husterhöhe sahen von Beginn an Einbahnstraßen-Fußball in Richtung Tor des Regionalliga-Aufsteigers. Die Bremer taten sich gegen die dicht gestaffelte Defensive der Gastgeber aber sehr schwer und kamen so kaum zu nennenswerten Gelegenheiten. Die beste Möglichkeit für den Bundesligisten vergab der Brasilianer Diego, dessen Kopfball nach Flanke von Miroslav Klose am Tor vorbei strich (31.).
Der FK Pirmasens, der auch nach dem Regionalliga-Aufstieg ausschließlich auf Amateure setzt und keine Profis beschäftigt, zeigte eine kämpferisch überzeugende Vorstellung. Nachdem sich die Mannschaft von Trainer Robert Jung vor der Pause ausschließlich auf die Defensive konzentriert hatte, wurden die Pfälzer nach dem Seitenwechsel mutiger.
Zunächst konnte Werder-Verteidiger Pierre Womé einen Kopfball von Sebastian Reich noch auf der Linie klären (63.). Nur eine Minute später ging der Regionalligist aber doch in Führung. Tobias Zellner verwandelte einen Freistoß von der linken Seite direkt und verwandelte den Sportpark damit in ein Tollhaus.
Werder-Coach Thomas Schaaf, der seine drei Nationalspieler Tim Borowski (Adduktorenprobleme), Torsten Frings (Innenbanddehnung) und Per Mertesacker (Trainingsrückstand) für das Spiel in London schonte, reagierte auf den Rückstand mit der Einwechslung der drei Angreifer Aaron Hunt, Klasnic und Almeida. Sieben Minuten vor dem Ende zahlte sich dieses Risiko aus. Klasnic überwand FKP-Torhüter Reiner Schwartz mit einem Schuss aus 16 Metern und rettete Werder damit in die Verlängerung.
Doch auch dort fanden die Bremer nicht zu ihrer Form. Lediglich der ansonsten enttäuschende Klose hatte den zweiten Bremer Treffer auf dem Fuß (101.), für die Gastgeber vergab Sebastian Reich fünf Minuten vor dem Schluss das 2:1.
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