Koblenz - Bayer Leverkusen hat mit viel Glück den drohenden Pokal-K.o. abgewendet und eine erfolgreiche Generalprobe für den Aufgalopp im UEFA-Pokal gefeiert.
Der Fußball-Bundesligist setzte sich in der 1. Runde des DFB-Pokalwettbewerbs erst im Elfmeterschießen 3:1 bei Zweitliga-Aufsteiger TuS Koblenz durch. Nach regulärer Spielzeit hatte es 1:1, nach 120 Minuten 2:2 gestanden.
Vor 12 050 Zuschauern brachte Evangelos Nessos (53.) die Gastgeber in Führung, die Brasiliens Nationalspieler Juan (58.) egalisierte. Auch in der Verlängerung schossen die Hausherren durch Kenan Sahin (104.) das erste Tor, ehe Bernd Schneider (115.) egalisierte. Im Elfmeterschießen versagten dann den Gastgebern die Nerven. Goran Sukalo scheiterte an Bayer-Torwart Hans-Jörg Butt, Frank Wiblishauser traf nur die Latte und Rüdiger Ziehl hämmerte den Ball über das Tor. Für Leverkusen trafen Schneider, Simon Rolfes und Paul Freier.
Obwohl Bayer-Trainer Michael Skibbe mit Ausnahme des verletzten Stefan Kießling seine beste Formation aufbieten konnte, tat sich der Bundesligist gegen die taktisch hervorragend eingestellten Gastgeber sehr schwer. Während der Zweitligist durch eine hohe Laufbereitschaft überzeugte, herrschte im Bayer-Spiel zu wenig Bewegung.
Die Gäste hatten Glück, dass sie nicht mit einem Rückstand in die Pause gingen. Nach 37 Minuten nahm TuS-Mittelfeldspieler Ziehl aus 25 Metern Maß, doch sein fulminanter Schuss sprang von der Lattenunterkante ins Feld zurück. Der Lattenkracher wirkte kurzzeitig wie ein Weckruf für den Bundesligisten, der nun etwas mehr Initiative entwickelte und zu ersten Chancen kam.
Auf Hackenvorlage von Andrej Woronin tauchte Schneider in der 40. Minute allein vor Michael Gurski auf, blieb aber am Koblenzer Torwart hängen. 60 Sekunden später wehrte Gurski einen Schuss des Nationalspielers zur Ecke ab. Kurz vor der Halbzeit verzog Freier in aussichtsreicher Position.
Nach dem Wechsel gab es jedoch die kalte Dusche, als ein von Nessos aus 40 Metern getretener Freistoß an Freund und Feind vorbei ins Netz trudelte. Die nicht unverdiente Koblenzer Führung währte allerdings nur fünf Minuten. Nach Freistoß-Flanke von Schneider traf Juan per Kopf. Die Hausherren zeigten sich davon aber nicht geschockt. Bei einem Kopfball von Sukalo (64.) rettete Tranquillo Barnetta auf der Linie, den Abpraller setzte Anthony Tieku an den Pfosten. In der Verlängerung sah Koblenz lange wie der Sieger aus, konnte den erneuten Vorsprung aber nicht über die Zeit retten.
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