Rostock - Zwei Tore geschossen, drei Treffer direkt vorbereitet und an drei weiteren beteiligt: Gerald Asamoah lieferte beim 9:1-Pokalsieg des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 bei Oberligist FC Hansa Rostock II eine Gala-Show ab und empfahl sich für die Anfangself der Knappen.
Wenn sich Gerald im Training weiter so präsentiert, führt kein Weg an ihm vorbei, sagte Schalkes Trainer Mirko Slomka. Überschattet wurde die Asamoah- Kür allerdings von rassistischen Rufen gegen ihn aus dem Rostocker Fanblock.
Ich dachte, diese Zeiten seien vorbei. Das hat mich sehr verletzt, sagte Asamoah, der in gut einem Monat (7. Oktober) wieder nach Rostock kommen wird, dann mit der deutschen Nationalmannschaft zum Freundschaftsspiel gegen Georgien. Auf dem Platz habe ich mich schon gefragt, ob ich dann wieder so beleidigt werde.
Schalkes Trainer Slomka forderte unterdressen Konsequenzen: Das gehört sich nicht. Die Rostocker haben bald ein Länderspiel. Vielleicht kann man da etwas gut machen. Rostocks Manager Stefan Studer entschuldigte sich persönlich bei Asamoah. In der Halbzeitpause hatte Coach Slomka seinem Stürmer noch eine Auswechslung angeboten. Da habe ich nein gesagt. Ich wollte unbedingt weiter spielen und es denen zeigen, betonte Asamoah.
Gerald hat ein sehr starkes Spiel gemacht. Das ist gut für ihn und gut für das Team. In den kommenden Wochen stehen schwere Spiele an. Da wird jeder gebraucht, sagte Sturm-Kollege Kevin Kuranyi, der wie Asamoah und Lincoln doppelt traf. Zudem trugen sich Marcelo Bordon, Halil Altintop und Gustavo Varela in die Torschützenliste ein. Den Rostocker Ehrentreffer erzielte Robert Franke (13.) zum zwischenzeitlichen 1:5.
Für Asamoah waren es die ersten Pflichtspieltore seit dem 18. Februar, als er in der Bundesliga-Partie bei Hertha BSC (2:1) getroffen hatte. Zudem stand er in dieser Saison zum ersten Mal in einem Pflichtspiel in der Startformation. Es war ein gutes Spiel von mir. Man sollte die Partie aber nicht überbewerten, schätzte er selber ein.
Coach Slomka fühlte sich derweil bestätigt: Ich denke, wir sind den richtigen Weg gegangen, Gerald nach der Weltmeisterschaft nicht gleich voll hineinzuwerfen und ihm erst einmal Kurzeinsätze zu geben. Er unterstrich: Ich habe immer gesagt, dass Gerald nicht hier ist, um sich seinen Platz wieder zu erkämpfen. Er hat sich über Jahre seinen Stammplatz bei Schalke verdient. Es gilt für die anderen, ihn zu überholen.
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