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Meier als neuer Trainer in Dresden vorgestellt | 2006-09-10


Dresden - Neun Monate nach seiner spektakulären Entlassung beim MSV Duisburg kehrt Norbert Meier auf die Fußball-Bühne zurück: Der 47-Jährige ist neuer Trainer beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Dynamo Dresden.

Einen Tag nach seiner 2:3-Niederlage in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen Hannover 96 präsentierte der Zweitliga- Absteiger den neuen Mann, mit dem der direkte Wiederaufstieg gelingen soll. Ich finde es gut, dass man mich hier gleich richtig unter Druck setzt, sagte Meier und betonte: Wir wollen wieder dorthin kommen, wo sich der Verein zwei Jahre lang so wohl gefühlt hat.

Die Gespräche haben von Anfang an gezeigt, dass da Feuer rüberkommt, sagte Dynamo-Geschäftsführer Volkmar Köster. Abgesagt habe der Kultverein 17 schriftlichen und unzähligen telefonischen Bewerbungen auf den sieben Tage lang vakanten Posten. Ich habe die Nase voll von der Trainersuche. Ich hoffe, dass es mit Norbert Meier zwei Jahre oder auch noch länger hält, meinte Köster, der nach der Entlassung von Christoph Franke binnen eines Dreivierteljahres zum zweiten Mal einen neuen Trainer rekrutieren musste. Der frühere Bundesliga-Profi Meier unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2008.

Meier, der sich als Trainer bei Borussia Mönchengladbach und dem MSV Duisburg einen Namen machte, gilt als Verfechter des Offensiv- Fußballs und akribisch arbeitender Übungsleiter. Als offensiver Mittelfeldspieler absolvierte er für Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach zwischen 1981 und 1992 292 Spiele. Ich bin dafür bekannt, einen guten Fußball zu präsentieren. Einen, wo der Ball auch ins Tor geht, sagte Meier.

In Dresden geht es für den Viersener nach dem Skandal um seine Kopfstoßattacke gegen Albert Streit auch emotional um eine neue Chance. Meier hatte als Coach des MSV Duisburg dem Kölner am 6. Dezember 2005 während einer Bundesliga-Partie eine Kopfnuss verpasst und sich daraufhin selbst theatralisch zu Boden fallen gelassen. Die Geschichte ist für mich abgehakt. Ich habe einen Fehler gemacht, ihn eingesehen, wurde gesperrt. Ich lebe damit, betonte der 16-malige Nationalspieler, der ein mehrmonatiges Berufsverbot absitzen musste.

Der Nachfolger von Peter Pacult, der seinen Vertrag aufgelöst hatte, um zum österreichischen Erstligisten Rapid Wien zu wechseln, hatte sich zur Pokalpartie unter die Fans gemischt. Der Empfang war phänomenal. Eine schöne Sache, die nicht selbstverständlich ist, berichtete er. Vom Team machte er sich ein erstes Bild. Die Mannschaft ist homogen besetzt. Es herrscht ein gesunder Konkurrenzkampf, meinte Meier, der am Montag die erste Trainingseinheit leiten wird. Tom Stohn bleibt Co-Trainer.

Trainer und Spieler müssen sich nach sieben Spieltagen in der dritten Liga rasch zusammenraufen. Wir stehen jetzt alle bei Null, fangen von vorn an, sagte Stürmer Marco Vorbeck, der sich mit zwei Treffern im Pokalspiel für einen Stammplatz empfahl. Jetzt wird der 1. FC Magdeburg zum Ostderby in Dresden erwartet. Wir werden uns intensiv vorbereiten. Heimspiele müssen in einer so engen Liga eine Festung sein, stellte Meier klar.


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